Kategorie-Archiv: Teilnehmerberichte

Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit LUPYLED (Teil 1)

Im Rahmen der Umfrage unter allen Teilnehmenden des Elevator Pitch BW veröffentlichen wir in den nächsten Wochen ausgewählte Erfolgsstories von Gründerteams, bei denen sich seit ihrem Auftritt beim Wettbewerb einiges getan hat. Wir freuen uns, heute den Auftakt der Startup Geschichten aus dem Hause des Elevator Pitch BW mit dem Gründerteam von LUPYLED zu beginnen.

LUPYLED ist bereits in der ersten Runde 2013/2014 beim Regional Cup Heilbronn-Franken mit ihrer Geschäftsidee eines individuell an die Kundenbedürfnisse anpassbaren Leuchtkonzepts angetreten und konnte mit dem Pitch den dritten Platz erreichen. Im Blogpost erfahrt ihr, was sich bei dem Team in den letzten Monaten getan hat und wie sie es erfolgreich geschafft haben, einen Geldgeber zu überzeugen, in die Geschäftsidee zu investieren!

Motivationsschub durch die Teilnahme am Elevator Pitch BW

Gestartet mit der Geschäftsidee der Herstellung einer Leuchte, die individuell so programmiert werden kann, bis sie stets zu 100% den Anforderungen des Kunden entspricht, haben Dominik Rabus und Alex Görz seit der Teilnahme am Wettbewerb ihre Geschäftsidee LUPYLED erfolgreich weiterentwickeln können. Beim Regional Cup in Heilbronn im Jahr 2014 stand das Gründerteam mit LUPYLED noch ganz am Anfang. Die beiden hatten zwar bereits ein Unternehmen gegründet und konnten bei ihrem Auftritt einen Prototypen ihrer Leuchte präsentieren, der Markteintritt war jedoch noch nicht erfolgt. Laut Dominik und Alex kam nach dem Elevator Pitch BW der Entschluss, mit dem Unternehmen so „richtig“ loszulegen.

„Wir wollten den Pitch dazu verwenden, unsere Idee zu testen und eine entsprechende Aufmerksamkeit dafür zu gewinnen. Ziel war es, unter die Top 3 zu kommen und das ist uns erfreulicherweise auch gelungen. Unsere Erwartungen hinsichtlich des konstruktiven Feedbacks und der medialen Aufmerksamkeit wurden ebenso erfüllt. Insgesamt war die Teilnahme am Elevator Pitch BW für uns ein voller Erfolg und wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften!“

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Dominik hat genau drei Minuten Zeit, um beim Regional Cup Heilbronn-Franken die Jury und Zuschauer von der Idee LUPYLED zu überzeugen (Quelle: Elevator Pitch BW 2013/14)

Vom Prototypen zum Experten und Anbieter im Bereich Premium Beleuchtung

Parallel entwickelte das Duo ihre Idee Schritt für Schritt weiter. Mittlerweile sind die beiden seit April 2016 ausschließlich für das eigene Unternehmen tätig und bauen LUPYLED kontinuierlich weiter aus. Das Produkt, mit dessen Prototyp sie beim Pitch teilgenommen haben, ist nun marktreif und wird seit August diesen Jahres weltweit über verschiedenen Partner vertrieben. Außerdem wird im September der Online Shop gelauncht. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt.

„Wir merken nun, dass unsere Marketing- und Vertriebsstrategie aufgeht. Die Premiumkundschaft hat auf unser Produkt gewartet. Wir sind mittlerweile tatsächlich schon ein kleines, weltweit agierendes Unternehmen.“

Auch beim „iF DESIGN AWARD 2016″ konnte LUPYLED mit ihrer App zur Ansteuerung der Beleuchtung überzeugen und ging als Gewinner hervor. Parallel wurde ein zweiter Geschäftszweig im Bereich Consulting aufgebaut. LUPYLED unterstützt hier andere Unternehmen dabei, ihr Produkt im Bereich Licht und artverwandten Bereichen, die grundsätzlich mit Licht zu tun haben, z. B. Spektrometer, weiterzuentwickeln und an den Markt zu bringen. Zusätzlich arbeiten Dominik und Alex an der Weiterentwicklung ihrer Aquarienbeleuchtung, um hier bald die ganz großen Schauaquarien in Melbourne, Lissabon oder auch die SeaLife Standorte beliefern zu können. Mit LUPYLED kann das Team mittlerweile einen Umsatz von 25.000 bis 30.000 Euro im Monat aufweisen. Für das Jahr 2017 wird ein Umsatz von 500.000 bis 700.000 Euro erwartet.

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Das Beleuchtungskonzept von LUPYLED wird seid August 2016 weltweit vertrieben (Quelle: LUPYLED) 

Tipps für die Investorensuche

Sein Wachstum konnte das Unternehmen unter anderem durch die Finanzierung eines Investors vorantreiben. Dominik und Alex machten sich beinahe ein Jahr lang auf die Suche nach einem Geldgeber und wurden schlussendlich fündig. Anders als erwartet, kam der Kontakt zu dem Investor durch einen glücklichen Zufall über das private Umfeld zustande. Jungen Gründerinnen und Gründern, die noch am Anfang ihrer Geschäftsidee stehen und auf der Suche nach einem Geldgeber für ihr Startup sind, gibt das Gründerteam folgenden Tipp:

„Lasst Euch nicht entmutigen. Wenn ihr überzeugt davon seid, dass Eure Idee etwas Besonderes ist und auch das Team zu hundert Prozent dahintersteht, dann macht weiter. Geht bei der Investorensuche neue Wege und seid mutig. Sprecht im Bekanntenkreis über Eure Geschäftsidee, denn je mehr Menschen davon erfahren, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr die Idee auch finanziert bekommt.“

Generell sehen die beiden Gründer die richtige und konsequent verfolgte Kommunikation als wichtigen Meilenstein für den Erfolg eines Unternehmens. So sei ihrer Meinung nach die Fähigkeit, eine Idee in einer kurzen, knackigen Darstellung auf den Punkt zu bringen sehr hilfreich – nicht nur bei der Investorensuche, sondern z. B. auch bei Suche nach neuen Kunden oder Produktionsfirmen. Die Geschäftsidee in einen überzeugenden Pitch zu packen sei ihrer Meinung nach außerdem auch die beste Übung, die Idee, die Strategie und die Ziele selbstkritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu schärfen.

Mittlerweile hat das Duo nach eigenen Aussagen die deutschen Netzwerke verlassen und bewegt sich vermehrt auf internationaler Ebene. Alex und Dominik mussten die Erfahrung machen, dass potenzielle Investoren und Geschäftspartner in Deutschland im Bereich Technologie und Innovation eher zurückhaltend agieren. Die Risikobereitschaft fehle, ihrer Meinung nach sollte sich da noch einiges tun. Für die Unterstützung durch Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg sind die beiden aber sehr dankbar. Diese haben es LUPYLED ermöglicht, in die technischen Entwicklungen sowie in produktbezogene Marketingmaßnahmen und patentrechtliche Themen zu investieren.

Wir danken dem Team von LUPYLED, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

Elevator Pitch BW 2013/2014 – So erfolgreich geht es bei den Gewinnern weiter (Teil 4)

Heute: e-buddy und Firma Chrisbi 

In Part 4 unserer Reihe „Erfahrungsbericht der 1. Runde“ berichten heute zwei Teams, die es mit der Präsentation ihrer Geschäftsidee bis aufs Treppchen geschafft haben. e-buddy, der Gesamtsieger des Elevator Pitch BW 13/14, und die Firma Chrisbi (2. Platz), verraten uns, welche Erfahrung sie beim Wettbewerb gemacht haben und wie es mit der Geschäftsidee weitergeht. Beide Teams konnten mit einer Produktinnovation aus dem Mobilitäts-/Healthcare-Bereich punkten.

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Premium-Rollator e-buddy verbessert die Mobilität im Alter

Schildkröte, Hase und Pferd. Das sind die drei Geschwindigkeitsstufen die der elektrische Premium Rollator e-buddy aktuell zu bieten hat. Daniel Reiser, Max Keßler, Karl Kübler und Sascha Katzmann haben sich an der Uni Stuttgart kennengelernt und zusammen ihre Vision eines intelligenten Rollators entwickelt. Der Trend zur Elekromobilität hat die Jungs aus Stuttgart zu ihrer Geschäftsidee inspiriert. Es gibt Fahrräder und Autos mit Elektroantrieb, aber noch keinen Rollator. Diese Marktlücke wollte das Team rund um e-buddy für sich nutzen.

„e-buddy ist der Mercedes unter den Rollatoren. Der Rollator hebt sich durch seine zahlreichen Funktionen wie den elektrischen Antrieb und der eingebauten Sicherheitstechnik ab. Das Tablet dient als Cockpit des Rollators und zeigt die verschiedensten Daten an, zeichnet diese auf und ermöglicht zum Beispiel Notrufe mit Positionsangabe.“

Das Team hat es als Publikumsliebling des Regional Cup Stuttgart über den Wildcard Pitch in das große Landesfinale geschafft. Hier konnte sich e-buddy sogar gegen die 13 regionalen Sieger durchsetzen und den 1. Platz der gesamten Wettbewerbsreihe abräumen.

„Gründer müssen aus ihrer Kammer rauskommen!“

Das Team arbeitet gerade Vollzeit an seiner Geschäftsidee. Aktuell haben sie ihr Büro an der Uni Stuttgart am Institut für Automatisierungstechnik. Obwohl der e-buddy derzeit noch nicht auf dem Markt ist und dadurch keine Gewinne abwirft, kann sich das Team durch ein Existenzgründerstipendium von EXIST ganz auf ihr Produkt konzentrieren. Dadurch sind sie erst einmal für ein Jahr abgesichert, aber natürlich plant das Team schon weiter und arbeitet daran, e-buddy zu einem profitablen Business zu entwickeln.

„Es ist bereits in der frühen Phase wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit dem Produkt oder einer Dienstleistung später Geld verdienen kann. Dies muss man vor allem im Rahmen eines Pitchs erklären können und für kritische Rückfragen gewappnet sein. Einen guten Pitch hinzulegen ist unserer Meinung nach aber nicht das Wichtigste. Das kritische Feedback der Jury zu beachten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, das ist das Entscheidende. Außerdem sind wir der Meinung, dass man gerade in der frühen Phase raus aus seiner Kammer kommen und über sein Produkt sprechen sollte. Was kann mein Produkt? Welches Problem löst es? Das sind alles Fragen, mit denen man sich von Anfang an beschäftigen muss.“

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e-buddy pitchen im Lastenaufzug beim Landesfinale. Noch wissen die Jungs nicht, dass sie bei der Abendgala den ersten Platz durch Dr. Nils Schmid überreicht bekommen.

Durch das Pitchcoaching konnte das Team weiter an ihrem Pitch feilen und die Präsentation verbessern. Die individuelle Beratung und das Feedback durch die anderen Teilnehmer waren hier hilfreich, meinen Daniel, Max, Karl und Sascha. e-buddy konnten im Laufe der Wettbewerbsreihe Kontakte zu möglichen Kapitalgebern und Beratern knüpfen.

„Wir wurden außerdem auf einige Veranstaltungen von Business Angels eingeladen und die Presse hat über uns berichtet. Wir sind gerade in Gesprächen mit möglichen Partner und arbeiten weiter daran unser Produkt zur Marktreife zu bringen.“

Vom Problem zur Lösung – das „Griggekärble“ erleichtert den Transport mit Krücken

Bianca Baumann von der Firma Chrisbi ist eine vorbildliche Unternehmerin, die aus ihrem Problem eine Tugend gemacht hat. Ihre Produktinnovation „Griggekärble“, ein Transporthelfer für Gehstützen und Krücken, hat sie aus der eigenen Not heraus erfunden. Durch eine Knie-OP war Bianca auf Krücken angewiesen – hier ist ihr immer wieder aufgefallen, wie schwierig es ist, die einfachsten Dinge zu transportieren.

„Selbst der Gang zur Dusche wird zu Herausforderung. Duschgel, Shampoo und dann auch noch ein Handtuch mit den Krücken zu balancieren – fast unmöglich! Man ist permanent auf fremde Hilfe angewiesen.“

Die Idee des „Griggekärble“ war geboren. Der praktische Transportbehälter kann mit einfacher Montage ohne Werkzeuge an einer Gehstütze befestigt werden. Durch die einfache, übersichtliche und große Öffnung ist kein lästiges durchsuchen von Hosen- oder Umhängetaschen mehr nötig, somit wird auch das Unfallrisiko verringert. Beim Regional Cup Heilbronn-Franken stand Bianca dann auf der Bühne und hat ihre Geschäftsidee zum ersten mal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

„Durch die Teilnahme beim Elevator Pitch BW ist mir erst bewusst geworden, was für einen hohen Stellenwert ein überzeugender Pitch eigentlich hat. Ich habe mich davor nicht mit dem Thema beschäftigt und war wirklich überrascht, welche positive Resonanz man durch einen Pitch bekommen kann. Ich kann es nur jedem jungen Unternehmen ans Herz legen bei solchen Veranstaltungen mitzuwirken und sein „Baby“ anderen zu präsentieren.“

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Bianca Baumann präsentiert ihre Geschäftsidee „Griggekärble“ bei der großen Abendgala der Preisverleihung des Elevator Pitch BW 13/14 im Rahmen des CyberOne Awards.

Bianca konnte die Jury in Heilbronn überzeugen und durfte als regionale Siegerin in das große Landesfinalen im Juli auf der Gründerzeit einziehen. Hier hat sie mit dem „Griggekärble“ Platz 2 belegt. Ihr hat besonders gut gefallen, dass sie sich im Rahmen des Wettbewerbs mit anderen jungen Unternehmen zu den verschiedensten Themen im Gründungsbereich austauschen konnte. Neben der PR durch die Medien und einigen Aufträgen sieht Bianca die geknüpften Kontakte als die wichtigste Erfahrung.

„Der Wettbewerb hat mich ermutigt und bestärkt in meinem Tun.

Bianca und ihr Mann Christian haben das Preisgeld genutzt, um ihr Produkt auf der Rehacare (Internationale Fachmesse mit Kongress für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Inklusion) im September in Düsseldorf zu präsentieren. Die Resonanz auf der Fachmesse war überwältigend. Die Nachfrage nach dem „Griggekärble“ ist riesig. Ihr Ziel ist es, das „Griggekärble“ weiter zu optimieren und bald in den Verkauf zu bringen, um allen Patienten mit Gehhilfen das Leben zu erleichtern.

Auch e-buddy haben in den letzten Tagen ihren Rollator erfolgreich auf der Fachmesse Rehacare präsentiert. Wir freuen uns, dass beide Teams weiter tatkräftig an der Umsetzung ihrer Geschäftsidee arbeiten und drücken die Daumen für einen erfolgreichen Markteintritt :-). Vielen Dank für das Feedback und die Teilnahme beim Elevator Pitch BW!