Kategorie-Archiv: Sonstige Artikel

Vom Aufzug in die Höhle – Open Pitch Call „Die Höhle der Löwen“

Sony Pictures produziert eine weitere Staffel der beliebten VOX-Show „Die Höhle der Löwen“. Gründerinnen, Gründer und Startups haben aktuell wieder die Möglichkeit sich als Teilnehmer und für einen Auftritt vor den Investoren zu bewerben (E-Mail an dhdl@sonypictures-tv.de).

Neben der Möglichkeit zur Bewerbung per E-Mail, gibt es für die vierte Staffel einen OPEN PITCH. Am 14.12.2016 habt Ihr in Frankfurt am Main die Gelegenheit Eure Geschäftsidee, Euer Produkt oder Unternehmen zu präsentieren. Die Pitches werden aufgezeichnet und dann im internen Auswahlprozess genutzt.

Bis zum 11.12.2016 könnt Ihr Euch für eine Teilnahme am Open Pitch bewerben. Wie´s funktioniert erfahrt Ihr im Open Pitch Call. Allen die sich in die Höhle bei VOX trauen wünschen wir viel Erfolg.

Nicht vergessen: auch der Elevator Pitch BW bietet ab Februar wieder spannende, dreiminütige Aufzugsfahrten bei den Regional und Spezial Cups an. Die Termine sind zwischenzeitlich alle online, die Möglichkeit zur Bewerbung schalten wir in den kommenden Wochen sukzessive frei.

 

 

Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit BOS Connect (Teil 4)

Heute berichten wir über ein erfolgreiches Startup aus Schwäbisch Gmünd, das in der zweiten Runde des Elevator Pitch BW teilgenommen und die Jury beim Regional Cup Ostwürttemberg von ihrer Geschäftsidee überzeugt hat! Das Team von BOS Connect leistet mit seinem Produkt, der Software Funkfeuer, einen wichtigen Beitrag dazu, dass in Notfallsituationen ausreichend Rettungshelfer / Hilfsorganisationen schneller vor Ort sein und effizienter handeln können.

Nur zehn Minuten Zeit, bis Helfer vor Ort sein müssen

Julia Stäbler, Gero Nicklas und Sascha Bollin waren bereits langjährige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gewesen, als sie sich 2013 mit dem Entwickler Michael Fritz zusammenschlossen, um mit ihrer Produktinnovation für einen schnelleren Einsatz von Helfern zu sorgen. Noch im selben Jahr gründeten die Vier das Unternehmen BOS Connect und installierten ihre Software bei der ersten Freiwilligen Feuerwehr in Baden-Württemberg.

BOS Connect sorgt mit seiner Software BOS Funkfeuer dafür, dass Hilfsorganisationen sowohl einsatzbereit sind als auch die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von nur zehn Minuten bis zum Eintreffen am Unfallort einhalten. Diese kurze Zeit ist eine enorme Herausforderung an die Logistik und Koordination der Helfer und der Einsatzfahrzeuge. Gero, Julia, Sascha und Michael haben bei ihren Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder erfahren, dass im Notfall in der Kürze der Zeit nicht genügend Personal zur Verfügung steht. Mit BOS Funkfeuer können sich freiwillige Helfer mit dem Smartphone in die Terminlisten der Software eintragen und ihre Abwesenheiten vermerken. So kann sichergestellt werden, dass jederzeit genügend Personal zur Verfügung steht, das ohne Verzögerung bei einem Einsatz ausrücken kann. Die Hilfsfrist kann so Dank der Software eingehalten werden. Das Tool ermöglicht die Terminplanung und Zeiterfassung der Helfer, bietet eine Verfügbarkeitsübersicht und liefert außerdem Daten für die langfristige Einsatzsicherung.

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Mit der Software BOS Funkfeuer können Helfer ihre Abwesenheit eintragen – der Kommandant der Feuerwehr erhält somit einen wichtigen Überblick für die Personaleinsatzplanung im Notfall. (Quelle: BOS Connect)

Mit der Weiterentwicklung der ersten Produktidee eine neue Marktnische gefunden

Ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Firma war für BOS Connect die Weiterentwicklung des Produkts BOS Funkfeuer. Ursprünglich war die Software, die hervorragende Dienste bei der Personalplanung leistet, für die Freiwilligen Feuerwehrkräften konzipiert, doch sie erregte auch die Aufmerksamkeit der Werkfeuerwehren.

„Wir wurden von Werkfeuerwehren angesprochen, ob wir unser BOS Funkfeuer auch für sie verfügbar machen könnten. Da ist uns klar geworden, dass auch Werkfeuerwehren mit Problemen bei der Einsatzplanung zu kämpfen haben. Wir waren mutig genug, den Schritt zu gehen, weiter zu investieren und unser BOS Funkfeuer auf Werkfeuerwehren anzupassen. Seitdem haben wir sehr viele Neukunden gewonnen und eine weitere Nische im Markt für uns entdeckt und genutzt.“

, beschreibt Julia Stäbler die aktuelle Entwicklung bei BOS Connect. Da bei der Werkfeuerwehr Helfer in Teilzeit arbeiten, benötigt der Kommandant ebenfalls einen Überblick über die Verfügbarkeit der Kräfte und ein Tool für die Koordination und Planung des Personaleinsatzes.

Zu Beginn der Unternehmensgründung 2013 haben Julia, Gero, Sascha und Michael die Geschäftsidee neben dem Hauptberuf vorangetrieben. Mittlerweile arbeiten zwei Gründungsmitglieder Vollzeit für die Firma, die außerdem von mehreren Freelancern unterstützt wird. Das Team verbindet das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr. Ihre Fachkompetenzen liegen im Design, der Kommunikation und Web Entwicklung. Des Weiteren bringen sie Fachwissen in den Bereichen Softwareentwicklung und Usability mit. So kann das Gründerteam die Probleme ihrer Zielgruppe nachvollziehen. „Unser Fokus liegt auf der nutzerzentrierten Entwicklung von Projekten, dadurch unterscheiden wir uns von der Konkurrenz“, so die Gründer.

Eine bewusste Entscheidung gegen Fremdkapital

Ihr Startup haben die Vier bisher in kompletter Eigenfinanzierung aufgezogen. Das Team hat sich entschieden, organisch zu wachsen, auch wenn das Wachstum langsamer vonstatten geht als mit einer externen Finanzspritze. Die Entwicklung der eignen Produkte wird durch Kundenprojekte finanziert. Das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt – nach drei Jahren trägt sich das Unternehmen auch ohne Investoren.

„Wir haben uns bewusst gegen Fremdkapital entschieden, um unabhängig von Geldgebern entscheiden zu können. Natürlich dauert es dann etwas länger, bis man die finanziellen Ressourcen erwirtschaftet, um z. B. in Marketing oder Produktentwicklung investieren zu können, aber wir sind dadurch auch freier, eigene Ziele und Strategien zu verfolgen.“

Für BOS Connect selbst war das richtige Timing eines der größten Herausforderungen im Aufbau des eigenen Unternehmens. Wann schickt man welche Neuigkeiten an Presse und Kunden? Wann wagt man den Sprung, sein Team zu vergrößern und weitere Mitarbeiter einzustellen? Wann investiert man in neue Produkte? „Es müssen ständig Nutzen und Risiko abgewogen werden. Hier die richtige Balance zu finden, war für uns nicht immer einfach.“, so Julia Stäbler. Wie bei jedem anderen Startup, hat auch bei BOS Connect nicht immer alles auf Anhieb geklappt. Zu Beginn der Unternehmenslaufbahn wurde z. B. sehr schnell in einen Messe-Auftritt investiert, der sich im Nachhinein als nur wenig nützlich erwiesen hat. Hier würde das Team heute vorab erst einmal genau prüfen, ob die eigene Zielgruppe und vor allem die entsprechenden Entscheider vor Ort vertreten sind.

Mit der Teilnahme am Elevator Pitch BW wollten Julia, Gero, Sascha und Michael testen, ob sie es schaffen, ihre Idee innerhalb von 3 Minuten verständlich, mitreißend und auch noch überzeugend vor Jury und Publikum zu präsentieren.

„So ein Pitch zeigt dann schon recht deutlich, wie gut durchdacht die Gründungsidee ist und ob es dafür tatsächlich einen Markt und einen Bedarf gibt. Und das ist in einer frühen Phase im Unternehmen oder auch in der Gründungsentscheidung sehr wichtig.“

, meint das Team.

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Gero Nicklas und Julia Stäbler präsentieren ihre Geschäftsidee in voller Montur auf der Bühne der Hochschule Schwäbisch Gmünd. (Quelle: Elevator Pitch BW 2014/2015)

Das hat einwandfrei geklappt – BOS Connect konnte sich damals beim Regional Cup Ostwürttemberg in Schwäbisch Gmünd im Jahr 2014 den ersten Platz auf dem Treppchen sichern. Die erhöhte Aufmerksamkeit in der Region bei der Presse und potenziellen Kunden war laut Stäbler außerdem extrem hilfreich.

Derzeit expandiert BOS Connect weiter und sucht Verstärkung, u. a. im Bereich Web Development, um zügig zu wachsen und die Stellung als relevanter Player im Markt weiter auszubauen. Neben dem Hauptprodukt BOS Funkfeuer hat das Team mittlerweile sein Portfolio um das Produkt BOS Cam, Unterstützung für die Lagefeststellung bei Gefahrenguteinsätzen,   erweitert. So können Hilfseinsätze weiter unterstützt und vereinfacht werden. Das Team verfolgt die Vision, Helfern zu helfen! Wir wünschen BOS Connect und ihrem Unternehmen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit MyCleaner (Teil 2)

Weiter geht es im zweiten Teil unserer Elevator Pitch BW Erfolgsstories mit der Geschäftsidee MyCleaner. Das Team rund um die Gründer Abdula Hamed (CEO/CSO), Slawa Kister (CEO/CFO), Natalia Kister (CCO), Mohamed Hamed (COO) und Dmitry Klimensky (CTO) hat ebenfalls in der ersten Runde des Wettbewerbs im Jahr 2013 beim Regional Cup Karlsruhe teilgenommen. Mittlerweile ist aus der Idee der mobilen und wasserfreien Fahrzeugreinigung ein Unternehmen mit 60 Angestellten entstanden, das einen monatlichen Umsatz im sechsstelligen Bereich aufweist. Was hat sich in der Zwischenzeit alles getan?

Besetzung einer Marktlücke: Alternative zur herkömmlichen Waschanlage

Das Team von MyCleaner hat es geschafft, eine Marktlücke zu finden und erfolgreich zu besetzen. Mit seiner Dienstleistung ist MyCleaner Deutschlands erster und einziger Anbieter für die wasserlose Fahrzeugreinigung vor Ort beim Kunden und bietet somit eine Alternative zur herkömmlichen Waschanlage. Ein speziell entwickeltes Reinigungsprodukt auf Wasserbasis gewährleistet einen Reinigungsservice am Wunschort des Kunden und ist zudem auch noch umweltschonend – die Gründer wurden dafür im Jahr 2014 mit einem Greentec Award belohnt.

Abdula Hamed und Slawa Kister lernten sich 2011 im Rahmen einer Mitfahrgelegenheit kennen. Slawa ist leidenschaftlicher Gründer und Unternehmensberater. Abdula spielte schon lange mit dem Gedanken, sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig zu machen. So trafen laut eigenen Aussagen „zwei Köpfe aufeinander, die Erfahrung und Know-how mit Mut und Startup-Geist vereinten.“ Beide sind begeistert von Technik, Fahrzeugen und Entrepreneurship und haben sich damals schon gefragt, warum die Autoreinigung meist eine zeitraubende und komplizierte Angelegenheit sein muss. Wie könnte man ein besseres Angebot schaffen? Als Alternative zu den gängigen Methoden gründeten Abdula und Slawa im selben Jahr ein Unternehmen für die Autoreinigung vor Ort: MyCleaner war geboren. Mohamed Hamed, Natalia Kister und Dmitry Klimensky vervollständigten das Team.

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MyCleaner im Einsatz: Die Reinigungskräfte besuchen die Kunden vor Ort und sorgen mit speziell entwickelten Reinigungsprodukten für ein glänzendes Ergebnis auch ohne Wasser (Quelle: MyCleaner) 

Publikumsliebling beim Regional Cup in Karlsruhe in der ersten Runde

MyCleaner hat seit seiner Teilnahme am Regional Cup in Karlsruhe erfolgreich auf dem Markt der Autoreinigung Fuß gefasst und sein Angebot innerhalb der letzten Jahre in ganz Deutschland ausbauen können. Mittlerweile kann man in jeder größeren Stadt den Service von MyCleaner nutzen. Neben CarSharing-Unternehmen und Fuhrparkmanagern buchen mittlerweile auch immer mehr Privatleute die mobile Fahrzeugreinigung.

„Es ist uns gelungen, trotz des relativ hohen Preises im Vergleich zur Waschanlage ein Produkt zu implementieren, das Lifestyle verkörpert. Kunden, die Wert auf Freizeit legen, buchen unseren MyCleaner-Service zu sich nach Hause oder zur Arbeit und können ihre Zeit wichtigeren Dingen widmen.“,

begründet Abdula den Erfolg des Service. In Karlsruhe beim Elevator Pitch hatte das Team 2013 übrigens den Publikumspreis gewonnen. MyCleaner hatte mit dem Ziel teilgenommen, das Konzept einer top Jury vorzustellen, um Feedback zu der Geschäftsidee zu erhalten. Durch den Pitch lernten sie Personen kennen, die ihnen mit Tipps und Empfehlungen wertvolle Hilfestellungen geben konnten.

„Das Networking ist immer sehr hilfreich. Wir haben Kontakte geknüpft, die uns tatsächlich weitergebracht haben.“

Slawa Kister (links) und Abdula Hamed (rechts) pitchen MyCleaner beim regionalen Vorentscheid im Technologiepark Karlsruhe im Jahr 2013 (Quelle: Elevator Pitch BW 2013/14)

Vom „Bootstrapping“ zur Investorensuche

Eine essentielle Frage, die Jungunternehmer/innen und Gründerteams immer wieder beschäftigt, ist, ob man sein Unternehmen eigenfinanziert oder mit der Finanzkraft eines externen Geldgebers aufbauen möchte. MyCleaner hat in den ersten Jahren eigenfinanziert gestartet, sein Unternehmen also erst einmal „gebootstrapped“. Um das Wachstum der Firma zu beschleunigen, hat sich das Team dann doch dazu entschlossen, einen Investor in die Firma aufzunehmen. Trotz des eingesammelten Millionenbetrags strebt das Team keine rasante Skalierung an, sondern setzt den Fokus vielmehr auf ein gesundes Wachstum. Stets im profitablen Bereich zu sein, um nicht in die Abhängigkeit von externen Geldgebern zu gelangen, ist aktuell eines der Ziele der Gründer.

Startups und Gründerteams geben Slawa und Abdula folgende Tipps bei der Investorensuche:

„Wir empfehlen allen Startups und Gründerteams, das Geschäftsmodell so auszurichten, dass ein mögliches Investment ein „Nice to have“, jedoch nicht überlebensnotwendig ist. So verhindert man Situationen, in denen man mit dem Rücken zur Wand steht. Außerdem ist es unserer Meinung nach wichtig, dass Investoren angesprochen werden, die zum Team und der Geschäftsidee passen. Gleichzeitig sollte sich ein Startup niemals auf nur einen Investor verlassen, da der Deal in letzter Minute platzen kann. Auch uns ist das immer wieder passiert.“

Wie andere ehemalige Elevator Pitch BW Teilnehmer, wie z. B. My Pillow Factory, Mobile Garden oder die Free Linked GmbH, hatte auch MyCleaner die Gelegenheit, die Geschäftsidee in der zweiten Staffel der bekannten VOX Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ vorzustellen. Slawa und Abdula forderten 250.000 Euro für 6% der Firmenanteile von MyCleaner. Es hat sich in der Sendung zwar kein Deal mit dem Löwen zu den entsprechenden Konditionen ergeben. Auch der Deal mit der Investorin und Unternehmerin Judith Williams – die von dem Reinigungsmittel begeistert war und anbot, das Produkt über ihren Homeshoppingkanal HSE24 zu vertreiben – platzte im Nachhinein, doch das Team wurde für den Auftritt in der Show durch das schlagkräftige Marketing entlohnt.

Wir danken dem Team von MyCleaner, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit LUPYLED (Teil 1)

Im Rahmen der Umfrage unter allen Teilnehmenden des Elevator Pitch BW veröffentlichen wir in den nächsten Wochen ausgewählte Erfolgsstories von Gründerteams, bei denen sich seit ihrem Auftritt beim Wettbewerb einiges getan hat. Wir freuen uns, heute den Auftakt der Startup Geschichten aus dem Hause des Elevator Pitch BW mit dem Gründerteam von LUPYLED zu beginnen.

LUPYLED ist bereits in der ersten Runde 2013/2014 beim Regional Cup Heilbronn-Franken mit ihrer Geschäftsidee eines individuell an die Kundenbedürfnisse anpassbaren Leuchtkonzepts angetreten und konnte mit dem Pitch den dritten Platz erreichen. Im Blogpost erfahrt ihr, was sich bei dem Team in den letzten Monaten getan hat und wie sie es erfolgreich geschafft haben, einen Geldgeber zu überzeugen, in die Geschäftsidee zu investieren!

Motivationsschub durch die Teilnahme am Elevator Pitch BW

Gestartet mit der Geschäftsidee der Herstellung einer Leuchte, die individuell so programmiert werden kann, bis sie stets zu 100% den Anforderungen des Kunden entspricht, haben Dominik Rabus und Alex Görz seit der Teilnahme am Wettbewerb ihre Geschäftsidee LUPYLED erfolgreich weiterentwickeln können. Beim Regional Cup in Heilbronn im Jahr 2014 stand das Gründerteam mit LUPYLED noch ganz am Anfang. Die beiden hatten zwar bereits ein Unternehmen gegründet und konnten bei ihrem Auftritt einen Prototypen ihrer Leuchte präsentieren, der Markteintritt war jedoch noch nicht erfolgt. Laut Dominik und Alex kam nach dem Elevator Pitch BW der Entschluss, mit dem Unternehmen so „richtig“ loszulegen.

„Wir wollten den Pitch dazu verwenden, unsere Idee zu testen und eine entsprechende Aufmerksamkeit dafür zu gewinnen. Ziel war es, unter die Top 3 zu kommen und das ist uns erfreulicherweise auch gelungen. Unsere Erwartungen hinsichtlich des konstruktiven Feedbacks und der medialen Aufmerksamkeit wurden ebenso erfüllt. Insgesamt war die Teilnahme am Elevator Pitch BW für uns ein voller Erfolg und wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften!“

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Dominik hat genau drei Minuten Zeit, um beim Regional Cup Heilbronn-Franken die Jury und Zuschauer von der Idee LUPYLED zu überzeugen (Quelle: Elevator Pitch BW 2013/14)

Vom Prototypen zum Experten und Anbieter im Bereich Premium Beleuchtung

Parallel entwickelte das Duo ihre Idee Schritt für Schritt weiter. Mittlerweile sind die beiden seit April 2016 ausschließlich für das eigene Unternehmen tätig und bauen LUPYLED kontinuierlich weiter aus. Das Produkt, mit dessen Prototyp sie beim Pitch teilgenommen haben, ist nun marktreif und wird seit August diesen Jahres weltweit über verschiedenen Partner vertrieben. Außerdem wird im September der Online Shop gelauncht. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt.

„Wir merken nun, dass unsere Marketing- und Vertriebsstrategie aufgeht. Die Premiumkundschaft hat auf unser Produkt gewartet. Wir sind mittlerweile tatsächlich schon ein kleines, weltweit agierendes Unternehmen.“

Auch beim „iF DESIGN AWARD 2016″ konnte LUPYLED mit ihrer App zur Ansteuerung der Beleuchtung überzeugen und ging als Gewinner hervor. Parallel wurde ein zweiter Geschäftszweig im Bereich Consulting aufgebaut. LUPYLED unterstützt hier andere Unternehmen dabei, ihr Produkt im Bereich Licht und artverwandten Bereichen, die grundsätzlich mit Licht zu tun haben, z. B. Spektrometer, weiterzuentwickeln und an den Markt zu bringen. Zusätzlich arbeiten Dominik und Alex an der Weiterentwicklung ihrer Aquarienbeleuchtung, um hier bald die ganz großen Schauaquarien in Melbourne, Lissabon oder auch die SeaLife Standorte beliefern zu können. Mit LUPYLED kann das Team mittlerweile einen Umsatz von 25.000 bis 30.000 Euro im Monat aufweisen. Für das Jahr 2017 wird ein Umsatz von 500.000 bis 700.000 Euro erwartet.

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Das Beleuchtungskonzept von LUPYLED wird seid August 2016 weltweit vertrieben (Quelle: LUPYLED) 

Tipps für die Investorensuche

Sein Wachstum konnte das Unternehmen unter anderem durch die Finanzierung eines Investors vorantreiben. Dominik und Alex machten sich beinahe ein Jahr lang auf die Suche nach einem Geldgeber und wurden schlussendlich fündig. Anders als erwartet, kam der Kontakt zu dem Investor durch einen glücklichen Zufall über das private Umfeld zustande. Jungen Gründerinnen und Gründern, die noch am Anfang ihrer Geschäftsidee stehen und auf der Suche nach einem Geldgeber für ihr Startup sind, gibt das Gründerteam folgenden Tipp:

„Lasst Euch nicht entmutigen. Wenn ihr überzeugt davon seid, dass Eure Idee etwas Besonderes ist und auch das Team zu hundert Prozent dahintersteht, dann macht weiter. Geht bei der Investorensuche neue Wege und seid mutig. Sprecht im Bekanntenkreis über Eure Geschäftsidee, denn je mehr Menschen davon erfahren, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr die Idee auch finanziert bekommt.“

Generell sehen die beiden Gründer die richtige und konsequent verfolgte Kommunikation als wichtigen Meilenstein für den Erfolg eines Unternehmens. So sei ihrer Meinung nach die Fähigkeit, eine Idee in einer kurzen, knackigen Darstellung auf den Punkt zu bringen sehr hilfreich – nicht nur bei der Investorensuche, sondern z. B. auch bei Suche nach neuen Kunden oder Produktionsfirmen. Die Geschäftsidee in einen überzeugenden Pitch zu packen sei ihrer Meinung nach außerdem auch die beste Übung, die Idee, die Strategie und die Ziele selbstkritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu schärfen.

Mittlerweile hat das Duo nach eigenen Aussagen die deutschen Netzwerke verlassen und bewegt sich vermehrt auf internationaler Ebene. Alex und Dominik mussten die Erfahrung machen, dass potenzielle Investoren und Geschäftspartner in Deutschland im Bereich Technologie und Innovation eher zurückhaltend agieren. Die Risikobereitschaft fehle, ihrer Meinung nach sollte sich da noch einiges tun. Für die Unterstützung durch Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg sind die beiden aber sehr dankbar. Diese haben es LUPYLED ermöglicht, in die technischen Entwicklungen sowie in produktbezogene Marketingmaßnahmen und patentrechtliche Themen zu investieren.

Wir danken dem Team von LUPYLED, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

Elevator Pitch BW Teilnehmerumfrage 2013 bis 2016 – das sind die Ergebnisse im Überblick

Elevator Pitch BW Teilnehmerumfrage 2013 bis 2016 – das sind die Ergebnisse im Überblick

470 Startup-Pitches in den letzten drei Jahren! Seit Herbst 2013 zieht der Elevator Pitch BW als erster landesweiter Gründerwettbewerb durch Baden-Württemberg und gibt Gründerinnen und Gründern, Startups sowie Jungunternehmern je 3 Minuten Zeit, um mit ihrer Geschäftsidee vor Jury und Publikum in verschiedensten Städten im Ländle zu überzeugen. In bisher drei Runden haben bereits über 470 Gründerteams bei insgesamt 48 regionalen Vorentscheiden die Gelegenheit bekommen, den Elevator Pitch BW als Plattform zu nutzen, um wertvolle Kontakte zu Kunden, Geschäftspartnern und potenziellen Investoren zu knüpfen sowie die regionale Presse auf sich aufmerksam zu machen. Nach zahlreichen unterhaltsamen und vielversprechenden Pitches blicken wir nun zurück und haben bei den Teilnehmern nachgehakt. Wie geht es den Jungunternehmern mittlerweile? Konnten sie die Plattform nutzen, um ihre Idee weiter voranzutreiben? Wir geben Euch einen Überblick über die Ergebnisse der Teilnehmerumfrage und verraten, wie viele Teams ihre Ideen auch heute noch weiter verfolgen.

80% der Geschäftsideen sind noch am Markt

Mit unserer Rundmail konnten wir noch 413 Teilnehmende erreichen, davon haben insgesamt 82 unsere Fragen beantwortet, also rund 20% Prozent der angeschriebenen Gründerinnen und Gründern, Startups sowie Jungunternehmer haben uns Feedback gegeben. Vielen Dank!

Laut der Rückmeldung der Teams sind knapp 80% noch mit der Geschäftsidee, die sie beim Wettbewerb gepitcht haben, am Markt. Ein hoher Wert, wenn man bedenkt, dass sich der Elevator Pitch BW an Gründerteams richtet, die bis zum Wettbewerb höchstens drei Jahre an der Idee aktiv gearbeitet haben.

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Schaubild 1: Rückmeldungen der Gründerteams, ob sie noch mit ihrer Geschäftsidee am Markt sind, mit der sie am Elevator Pitch BW teilgenommen haben.

Die Teams, die ihre Geschäftsidee inzwischen leider aufgegeben haben, nannten mit 60% „persönliche Gründe“ als maßgeblich ausschlaggebend. Eine fehlende Finanzierung (30%) und eine fehlende Nachfrage durch die Kunden (20%) wurden als weitere Gründe für das Scheitern mit der Geschäftsidee genannt.

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Schaubild 2: Rückmeldungen der Gründerteams, die ihre Geschäftsidee aufgegeben haben, warum eine Aufgabe der Idee erfolgt ist.

Eine Mehrzahl der Teams bestätigt, dass der Wettbewerb sie erfolgreich unterstützen konnte

Knapp 60% der Befragten bestätigen im Rahmen der Umfrage, dass sie die Teilnahme am Elevator Pitch BW in der erfolgreichen Umsetzung ihrer Geschäftsidee weitergebracht hat. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die Möglichkeit zu lernen, wie man seine Geschäftsidee in kürzester Zeit überzeugend präsentieren kann. Über 60% der Teams bestätigen demnach, dass das Training und das Feilen am eignen Pitch sie maßgeblich positiv in der langfristigen Umsetzung der Idee unterstützen konnte. Dicht gefolgt wird dieser bestätigte Mehrwert durch das Feedback, welches die Teams über den Wettbewerb erhalten haben. Über 51% bestätigen, dass die positive Rückmeldung zu ihrem Produkt/ihrer Dienstleistung sie bestärkt und motiviert hat, da diese verdeutlicht hat, dass die Geschäftsidee gut bei den Menschen ankommt. Als weitere wichtige Punkte wurden eine positive Auswirkung der Berichterstattung in der Presse (49%), das Netzwerken sowie Kennenlernen anderer Gründerinnen und Gründer am Event (47%) und die Möglichkeit, durch das Feedback Schwachstellen im Geschäftsmodell zu erkennen und diese zu verbessern (43%), genannt.

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Schaubild 3: Rückmeldungen der Gründerteams, wie sie die Teilnahme am Elevator Pitch BW in der weiteren Umsetzung der Geschäftsidee positiv unterstützten konnte.

Förderung und Finanzierung – Gut 6% konnten einen Investor oder Business Angel über den Wettbewerb finden

Drei Teams (6%) konnten über die Teilnahme am Elevator Pitch BW außerdem einen Investor bzw. Business Angel finden oder haben diesen später durch einen Kontakt vermittelt bekommen. Zusätzlich haben bisher über 50% der teilnehmenden Gründerteams eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg erhalten. Davon haben über die Hälfte Innovationsgutscheine oder Beratungsgutscheine in Anspruch genommen. Knapp 20% der Geförderten wurden außerdem von der L-Bank unterstützt.

Das weitere freie Feedback der Teams ist zusätzlich sehr positiv ausgefallen. Um den Wettbewerb stetig zu verbessern und jungen Gründerteams im Rahmen des Elevator Pitch BW möglichst gut zu unterstützten, freuen wir uns auch über die Verbesserungsvorschläge. Hier haben einige Teams z. B. den Wunsch nach einem ausführlicheren Jury-Feedback zur Geschäftsidee in Form einer Nachbesprechung genannt oder sich die Möglichkeit gewünscht, auf der Webseite später von der weiteren Entwicklung der Idee berichten zu können. Wir sind bestrebt, die Vorschläge so gut es geht in der vierten Runde des Elevator Pitch BW, welche im Herbst 2016 starten wird, umzusetzen.

Herzlichen Dank für das Feedback an alle Gründerteams! Wie freuen uns, dass der Elevator Pitch BW so viele Teilnehmende dabei unterstützen konnte, als Gründer/in, Startup oder Jungunternehmer im Anfangsstadium mit einer Geschäftsidee erfolgreich in Baden-Württemberg Fuß zu fassen.

In den nächsten Wochen werden wir außerdem einige Erfolgsstories von ausgewählten Startups des Elevator Pitch BW veröffentlichen. Schaut also bald mal wieder im Blog vorbei und erfahrt, was sich bei den Teams in den letzten drei Jahren so getan hat!

Elevator Pitch BW wünscht frohe Weihnachten und gibt einen Ausblick auf 2016

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Bildquelle: Jed De La Cruz unter CC-Lizenz BY-ND 2.0.

Ein erfolgreiches Jahr für den Elevator Pitch BW 2015/16 geht zu Ende. In den letzten drei Monaten ist die Initiative des ifex des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft wieder durch mehrere Städte in Baden-Württemberg getourt, auf der Suche nach den besten Geschäftsideen im Ländle. Insgesamt haben sich in der 3. Runde seit Oktober 84 Gründerteams beworben, 60 Geschäftsideen haben es über das Online-Voting in die Regional Cups geschafft und 6 regionale Sieger wurden gekürt. Das ist eine ordentliche Bilanz für das Jahr 2015 und es geht rasant weiter. Bis zum großen Landesfinale im Sommer 2016 werden im kommenden Jahr noch mindestens acht weitere Regional Cups und bis zu vier branchenspezifische Special Cups in verschiedenen Städten stattfinden. Der DEHOGA Cup ist so ein Special Cup, da er sich zielgruppenspezifisch an Gründerteams aus Gastronomie und Hotellerie sowie Branchenzulieferer und -dienstleister richtet.

Die Teilnehmer des Elevator Pitch BW haben bei den regionalen Vorentscheiden eine Aufzugfahrt von drei Minuten Zeit, um mit ihrem Pitch die lokale Jury und das Publikum zu überzeugen. Initiator des Wettbewerbs ist das ifex (Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Unterstützt wird die Initiative finanziell von der L-Bank und operativ umgesetzt von der Accelerate Stuttgart GmbH.

Elevator Pitch BW Heidelberg

Im Oktober 2015 startete die dritte landesweite Wettbewerbsreihe quer durch Baden-Württemberg mit der Auftaktveranstaltung am 01.10.2015 in Heidelberg. Mit dem Regional Cup Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen am 03.12.2015 verabschiedet sich der Elevator Pitch BW nun in die Weihnachtspause. Wir lassen die vergangenen Wettbewerbe und die Sieger noch einmal Revue passieren und freuen uns schon auf viele weitere spannende Gründungsideen in 2016:

1. Regional Cup Rhein-Neckar in Heidelberg/Mannheim
Der Auftakt der 3. Runde fand mit dem Regional Cup Rhein-Neckar am 01.10.2015 in Heidelberg statt. Gewonnen hat das Team von PROMPT. Publikumsliebling wurde Coboc. Hier geht’s zum Nachbericht.

2. Regional Cup Bodensee auf der Insel Mainau bei Konstanz
Der Regional Regional Cup Bodensee fand am 30.10.2015 auf der Insel Mainau bei Konstanz statt. Gewonnen hat Foodo. Publikumsliebling wurde das Team von Holz-Fit / Massageprodukte aus Holz. Hier geht’s zum Nachbericht.

3. Regional Cup Ostwürttemberg in Aalen
Der Regional Regional Cup Ostwürttemberg fand am 12.11.2015 in Aalen statt. Gewonnen hat die Gmünder Bonbonmanufaktur GbR. Publikumsliebling wurde Edelog. Hier geht’s zum Nachbericht.

4. Regional Cup Südlicher Oberrhein in Offenburg
Der Regional Regional Cup Südlicher Oberrhein fand am 19.11.2015 in Offeburg statt. Gewonnen hat das Team von Heimatgummi. Publikumsliebling wurde 25 Tickets. Hier geht’s zum Nachbericht.

5. Regional Cup Karlsruhe
Der Regional Regional Cup Karlsruhe fand am 25.11.2015 in Karlsruhe statt. Gewonnen hat das Team von otego. Publikumsliebling wurde store2be. Hier geht’s zum Nachbericht.

6. Regional Cup Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen
Der Regional Regional Cup Schwarzwald-Baar-Heuberg fand am 03.12.2015 in Villingen-Schewenningen statt. Gewonnen hat das Team von Objektfinder. Publikumsliebling wurde SharityOnline . Hier geht’s zum Nachbericht.

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Wir gratulieren allen Siegern noch einmal herzlich! Neben den 500 Euro Preisgeld dürfen sie am großen Landesfinale im Sommer 2016 teilnehmen und haben hier noch einmal die Gelegenheit ihre Geschäftsidee, vor einem hochkarätigen Publikum zu pitchen und weitere Preisgelder zu gewinnen. Die Zweitplatzierten erhalten ein Preisgeld von 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro. Die Gewinner der Wild Card (Publikumsliebling) dürfen an einem weiteren Pitch-Ausscheid teilnehmen mit der Option, bei einem Sieg noch ein Ticket für das Landefinale zu lösen.

Mit dem Elevator Pitch BW 2015/16 geht es im neuen Jahr weiter – folgende Wettbewerbe stehen fest:

Nutzt Eure Chance und bewerbt Euch jetzt für einen Regional Cup in Eurer Region im kommenden Jahr. Anmelden kann sich jeder mit einer Geschäftsidee aus Baden-Württemberg. Ihr müsst kein Unternehmen gegründet haben, jedoch solltet ihr nicht mehr als drei Jahre an der Geschäftsidee gearbeitet haben. Ihr habt Euch schon einmal beworben und habt es beim Online-Voting leider nicht unter die ersten zehn Teilnehmer geschafft? Gerne könnt ihr in diesem Fall noch einmal die Gelegenheit nutzen und Eure Bewerbung für einen weiteren Regional Cup einreichen.

Der Elevator Pitch BW verabschiedet sich nun in die Weihnachtspause. Auch in der 3. Runde haben wir bisher wieder zahlreiche großartige Gründerteams und Idee im Aufzug erleben dürfen. Die Vorfreude auf die weiteren Regional Cups und Regionen in 2016 ist daher wieder groß!

Wir wünschen allen schöne Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2016! Viel Mut, Erfolg und Ausdauer für die Umsetzung Eurer Geschäftsideen.

Euer Elevator Pitch BW Team

PS: Ihr wollt euch von Baden-Württembergs Gründerpotenzial überzeugen? Auf YouTube findet ihr alle Pitch-Videos der ersten sechs Regional Cups und alle Videos der zweiten Wettbewerbsrunde 2014/2015.

 

9 Fragen an immune2day, den Gesamtsieger des Elevator Pitch BW 2014/15

Das Gründerteam von der Universität Freiburg, immune2day, hat am 18.06.2015 den 1. Platz beim Landesfinale des Elevator Pitch BW 2014/15 belegt. Überzeugt hat das Team die Jury mit seiner Geschäftsidee eines Fotokopierers, mit dem man Biomoleküle kopieren kann. Bei der Anwendung füttert man die DNA eines Virus in das Gerät ein und kann so innerhalb von zwei Tagen einen potentiellen Impfstoff finden und mit dessen Produktion beginnen.

Immune2day hat sich in der zweiten Runde gegen insgesamt 240 Bewerber durchgesetzt. Welche Erfahrungen hat das Team gemacht, welche Vorteile hat der Elevator Pitch BW geboten und wie hat sich ihre Geschäftsidee weiterentwickelt? Diese und einige andere Fragen haben wir in einem interessanten Interview mit dem Startup für Euch herausgefunden.

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Glückliche Sieger: immune2day freut sich über den 1. Platz beim Landesfinale in Stuttgart.

1. Wie seid ihr auf den Elevator Pitch BW aufmerksam geworden?

Wir haben im Dezember 2014 im Rahmen des Business-Plan-Wettbewerbs StartInsLand in Freiburg zum ersten Mal gepitcht. So haben wir begonnen, uns mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir sind dann auf den Elevator Pitch BW gestoßen und haben uns direkt beworben.

2. Was war Eure Motivation, am Wettbewerb teilzunehmen? Wie waren Eure Erwartungen?
Zunächst wollten wir einfach sehen wie wir uns schlagen. Da unser Teamleader Dr. Günter Roth aus der Nähe von Stuttgart kommt, hat er sich beim Regional Cup Stuttgart zuerst alleine in die Vorrunde gewagt. Das Ziel war vor allem, Erfahrung für weitere Pitches zu sammeln. Das hat dann auch ganz gut geklappt. Für den Auftritt beim Landesfinale hat sich natürlich das gesamte Team vorbereitet und an dem Pitch gefeilt. Unser Anspruch war es, einen überzeugenden Auftritt abzuliefern. Dass wir das Finale gewinnen, hätten wir nie gedacht, da unsere Geschäftsidee recht technisch und bio-lastig ist und dadurch inhaltlich nicht jeden anspricht. Wir wollten aber den Leuten außerhalb der Branche zeigen was wir so machen.

3. Konntet ihr vor dem Wettbewerb bereits Erfahrungen im Pitchen sammeln? Falls ja, in welchem Rahmen?
Der Pitch in Freiburg im Rahmen von StartInsLand, war unsere Erstlingserfahrung. Danach kam der Pitch beim Regional Cup in Stuttgart, gefolgt vom Landesfinale. Leider war es uns nicht möglich das Pitchcoaching wahrzunehmen. Wir haben dann im Internet recherchiert und in einer kleinen Gruppe geübt. Auch das iGEM-Team hat uns sehr in der Vorbereitung des Auftritts unterstützt. In diesem Zusammenhang noch einmal vielen Dank für die Hilfe! Dafür haben wir auch einen Teil des Preisgeldes in deren Reise nach Boston zum Finale des iGEM-Wettbewerb am 29.09.15 gespendet. Das Team kopiert auch, macht aber Bluttests anstatt Impfstoffe.

4. Wie schätzt ihr die Wichtigkeit eines überzeugenden Pitchs für die frühe Phase eines Unternehmens ein?
Training und Wortwahl ist unserer Meinung nach immens wichtig. Je öfters man pitcht, umso einfacher tut man sich später in Verhandlungen. Gerade bei Naturwissenschaftlern ist „pitchen“ nicht üblich. Wir versuchen in unseren Aussagen möglichst exakt zu sein und die Sache im Detail zu erklären, was wiederum die meisten Menschen, darunter Wissenschaftler eher abschreckt als begeistert. Pitchen ist für uns lernen die anderen zu begeistern.

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Dr. Günter Roth beim regionalen Vorentscheid in Stuttgart am 08.05.2015 im Club Kowalski

5. Was hat Euch am Wettbewerb besonders gut gefallen?
Die Stimmung, die Organisation und auch die Chance mit anderen zusammen zu kommen. Aber auch zu lernen, wie die anderen Teams so eine Aufgabe angehen. Und natürlich fanden wir es auch toll zu gewinnen. Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, das Landesfinale zu gewinnen. Nachdem unsere persönlichen Favoriten weder auf Platz 3 und 2 waren, haben wir viele andere auf Platz 1 gesehen. Wir waren schon auf dem Weg zur Bar um eine Tröstcola zu bestellen. Umso schöner war der überraschende Sieg.

6. In welcher Hinsicht hat der Wettbewerb Eure Geschäftsidee/Euer Unternehmen vorangebracht?
Der Zugang zur Öffentlichkeit brachte und bringt viele Chancen. Nach der Pitch-Vorrunde haben sich bereits erste Investoren bei uns gemeldet. Mit diesen sind wir weiterhin in Verhandlung. Dank des Elevator Pitch BW gibt es wahrscheinlich bald eine Firma – BioCopy. immune2day wird eine Produktlinie des Unternehmens sein. Ohne den Elevator Pitch BW wären wir nicht da, wo wir heute sind.

7. Welche Herausforderungen musstet ihr während der Gründung meistern?
Da wir noch in der Gründungsphase sind, müssen wir die Verhandlungen mit den Investoren neben dem normalen Arbeitsalltag führen. Das ist natürlich schon ein gewisser Stress. Wir glauben an unsere Geschäftsidee, das motiviert uns. Es wird sicher noch einige Herausforderungen wie Gesellschafterverträge, Marktregularien etc. geben, aber wir sind sicher, dass wir das hinkriegen werden. Auch die Verteilung der Anteile – wer bekommt welche Anteile der Firma, und hat welche Rechte und Pflichten – ist in einem acht bis zehn Personen Team etwas schwieriger, als wenn man z. B. nur zu zweit ist. Wir haben Großes vor, daher rechnen wir beständig mit Herausforderungen. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr von einer Firmengründung erzählen dürfen, die 10 Mitarbeiter ernährt.

8. Welche Tipps könnt ihr jungen Gründern geben?
Wenn ihr an Eure Idee glaubt und zudem eine gute Vorstellung habt, wie ihr das an den Markt bringt, dann lasst Euch nicht aufhalten oder klein machen. Einfach mit ganzem Herzen mitmachen, das überzeugt oft mehr als ein Businessplan bis 2030. Als Gründer braucht man viel Ausdauer. Auch wir sind erst am Anfang des Weges. Menschen in seinem Arbeitsumfeld zu unterstützen, trägt zudem langfristig oft ungeahnte Früchte.

9. Wie sehen Eure zukünftigen Schritte aus?
Wir versuchen nun das Geld für die Gründung und die ersten vier Jahre zusammen zu bekommen. Weiterhin unterstützen wir das iGEM-Team, das unseren Kopierer nutzt, um bekannte Impfstoffe für Blutanalysen einzusetzen. Soviel können wir bereits verraten: Das Vorhaben sieht erfolgsversprechend aus. Sobald das Geld zusammen ist, geht es an den Gesellschaftervertrag und dann „basteln“ wir 2 bis 4 Jahre an unserem Verfahren, um dann in 2 Tagen den Impfstoffkandidaten liefern zu können.

Vielen Dank für das interessante Interview und viel Erfolg für Eure Zukunft! 

PS: Das Team von immune2day freut sich übrigens jederzeit über interessierte Besucher und heißt diese in der Habsburgerstraße 49 in 79104 Freiburg, direkt neben dem Botanischen Garten, herzlich willkommen. 

Der Elevator Pitch BW wünscht frohe Weihnachten und gibt einen Ausblick auf 2015

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Bildquelle: Dennis Skley unter CC-Lizenz BY-ND 2.0.

8 regionale Sieger, 76 Gründerteams im Aufzug, 103 Bewerber – das ist die Bilanz der ersten acht Regional Cups des Elevator Pitch BW 2014/2015! In den letzten drei Monaten haben zahlreiche Startups und Jungunternehmer ihre innovativen Geschäftsideen in acht unterschiedlichen Städten Baden-Württembergs präsentiert. Alle Teilnehmer hatten eine Aufzugfahrt von drei Minuten Zeit, um mit ihrem Pitch die lokale Jury und das Publikum zu überzeugen. Insgesamt werden bis zum großen Finale im Sommer 2015 mindestens 18 Pitch-Wettbewerbe in verschiedenen Städten stattfinden. Initiator des Wettbewerbs ist das ifex (Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Unterstützt wird die Initiative von der L-Bank und umgesetzt von Accelerate Stuttgart.

Im Herbst 2014 startete die zweite landesweite Pitch-Reihe quer durch Baden-Württemberg mit der Auftaktveranstaltung am 10.10.2014 in Niedereschach. Mit dem Regional Cup Rhein-Neckar in Mannheim am 02.12.2014 verabschiedet sich der Elevator Pitch BW nun in die Weihnachtspause. Wir lassen die vergangenen Wettbewerbe und die Sieger noch einmal Revue passieren und freuen uns schon auf die Pitches im nächsten Jahr.

1. Regional Cup Schwarzwald Baar-Heuberg in Niedereschach
Der Regional Cup Schwarzwald Baar-Heuberg fand am 10.10.2014 in Niedereschach statt. Gewonnen hat das Team von LJ Bicycles. Publikumsliebling wurde die LKD-Werkzeug GmbH. Hier geht’s zum Nachbericht.

2. Regional Cup Ostwürttemberg in Schwäbisch Gmünd
Der Regional Regional Cup Ostwürttemberg fand am 16.10.2014 in Schwäbisch Gmünd statt. Gewonnen hat die BOS Connect GmbH. Publikumsliebling wurde das Team von SERIKAT. Hier geht’s zum Nachbericht.

3. Regional Cup Kreis Esslingen in Nürtingen
Der Regional Regional Cup Kreis Esslingen fand am 23.10.2014 in Nürtingen statt. Gewonnen hat das Team von CODE2ORDER. Publikumsliebling wurde Krazy Cupcake. Hier geht’s zum Nachbericht.

4. Regional Cup Sigmaringen
Der Regional Regional Cup Sigmaringen fand am 12.11.2014 in Sigmaringen statt. Gewonnen hat das Team von UniFika. Publikumsliebling wurde Get for Social. Hier geht’s zum Nachbericht.

5. Regional Cup Karlsruhe
Der Regional Regional Cup Karlsruhe fand am 18.11.2014 in Karlsruhe statt. Gewonnen hat das Team von vasQlab. Publikumsliebling wurde Lehrwerk. Hier geht’s zum Nachbericht.

6. Regional Cup Freiburg
Der Regional Regional Cup Freiburg fand am 21.11.2014 in Freiburg statt. Gewonnen hat die EisMeierei. Publikumsliebling wurde Carla Cargo. Hier geht’s zum Nachbericht.

7. Regional Cup Bodensee in Konstanz
Der Regional Regional Cup Bodensee fand am 27.11.2014 in Konstanz statt. Gewonnen hat monomer. Alles ohne Plastik. Publikumsliebling wurde FEDSY – Das Freizeitportal für die Bodenseeregion. Hier geht’s zum Nachbericht.

8. Regional Cup Rhein-Neckar in Mannheim
Der Regional Regional Cup Rhein-Neckar fand am 02.12.2014 in Mannheim statt. Gewonnen hat das Teams von OPAL – Operational Analytics. Publikumsliebling wurde love me cakes UG. Hier geht’s zum Nachbericht.

Wir gratulieren allen Siegern noch einmal herzlich! Neben den 500 Euro Preisgeld dürfen sie am großen Landesfinale im Sommer 2015 teilnehmen! Die Zweitplatzierten erhalten ein Preisgeld von 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro. Die Gewinner der Wild Card (Publikumsliebling) dürfen an einem weiteren Pitch-Ausscheid teilnehmen und haben hier noch einmal die Chance, sich für das Finale zu qualifizieren.

Der Elevator Pitch BW zeigt uns auch in der zweiten Runde wieder, dass Baden-Württemberg eine sehr hohe Dichte an aufstrebenden Jungunternehmern zu bieten hat. Während unserer Tour sind uns auch immer wieder einige kreative Geschäftsideen begegnet. Einige hatten beim „Landespreis der außergewöhnlichen Gründungsideen“ die Gelegenheit ihr Geschäftsmodell bei der ifex-Arbeitstagung vor einem ausgewählten Publikum zu pitchen. Erfahrt mehr über die außergewöhnlichen Ideen und den Sieger des Wettbewerbs.

Mit dem Elevator Pitch BW geht es 2015 weiter – folgende Wettbewerbe stehen schon fest:

Nutzt Eure Chance und bewerbt Euch jetzt für einen Regional Cup im kommenden Jahr. Anmelden kann sich jeder mit einer Geschäftsidee aus Baden-Württemberg. Ihr müsst kein Unternehmen gegründet haben, jedoch solltet ihr nicht mehr als drei Jahre an der Geschäftsidee gearbeitet haben. Ihr habt Euch schon einmal beworben und habt es beim Online-Voting leider nicht unter die ersten zehn Teilnehmer geschafft? Gerne könnt ihr in dem Fall noch einmal die Gelegenheit nutzen und Eure Bewerbung für einen weiteren Regional Cup einreichen.

Außerdem ist der DEHOGA mit einem speziellen Branchen-Pitch vertreten, der sich gezielt an Gründerteams aus Gastronomie und Hotellerie sowie Branchenzulieferer und -dienstleister richtet.

Das ifex (Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge) hat auch bereits eine Pressemitteilung zu den neuen Terminen in 2015 versandt und veröffentlicht.

Der Elevator Pitch BW verabschiedet sich nun in die Weihnachtspause. Wir sind begeistert von Baden-Württembergs Gründerspirit und freuen uns schon jetzt auf alle weiteren Regional Cups 2015!

Wir wünschen allen schöne Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2015! Viel Erfolg, Inspiration und Durchhaltevermögen für die Umsetzung Eurer Geschäftsideen.

Euer Elevator Pitch BW Team

PS: Ihr wollt euch von Baden-Württembergs Gründerpotenzial überzeugen? Auf YouTube findet ihr alle Pitch-Videos der ersten acht Regional Cups.