Elevator Pitch BW 2013/2014 – So erfolgreich geht es bei den Gewinnern weiter (Teil 4)

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Heute: e-buddy und Firma Chrisbi 

In Part 4 unserer Reihe „Erfahrungsbericht der 1. Runde“ berichten heute zwei Teams, die es mit der Präsentation ihrer Geschäftsidee bis aufs Treppchen geschafft haben. e-buddy, der Gesamtsieger des Elevator Pitch BW 13/14, und die Firma Chrisbi (2. Platz), verraten uns, welche Erfahrung sie beim Wettbewerb gemacht haben und wie es mit der Geschäftsidee weitergeht. Beide Teams konnten mit einer Produktinnovation aus dem Mobilitäts-/Healthcare-Bereich punkten.

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Premium-Rollator e-buddy verbessert die Mobilität im Alter

Schildkröte, Hase und Pferd. Das sind die drei Geschwindigkeitsstufen die der elektrische Premium Rollator e-buddy aktuell zu bieten hat. Daniel Reiser, Max Keßler, Karl Kübler und Sascha Katzmann haben sich an der Uni Stuttgart kennengelernt und zusammen ihre Vision eines intelligenten Rollators entwickelt. Der Trend zur Elekromobilität hat die Jungs aus Stuttgart zu ihrer Geschäftsidee inspiriert. Es gibt Fahrräder und Autos mit Elektroantrieb, aber noch keinen Rollator. Diese Marktlücke wollte das Team rund um e-buddy für sich nutzen.

„e-buddy ist der Mercedes unter den Rollatoren. Der Rollator hebt sich durch seine zahlreichen Funktionen wie den elektrischen Antrieb und der eingebauten Sicherheitstechnik ab. Das Tablet dient als Cockpit des Rollators und zeigt die verschiedensten Daten an, zeichnet diese auf und ermöglicht zum Beispiel Notrufe mit Positionsangabe.“

Das Team hat es als Publikumsliebling des Regional Cup Stuttgart über den Wildcard Pitch in das große Landesfinale geschafft. Hier konnte sich e-buddy sogar gegen die 13 regionalen Sieger durchsetzen und den 1. Platz der gesamten Wettbewerbsreihe abräumen.

„Gründer müssen aus ihrer Kammer rauskommen!“

Das Team arbeitet gerade Vollzeit an seiner Geschäftsidee. Aktuell haben sie ihr Büro an der Uni Stuttgart am Institut für Automatisierungstechnik. Obwohl der e-buddy derzeit noch nicht auf dem Markt ist und dadurch keine Gewinne abwirft, kann sich das Team durch ein Existenzgründerstipendium von EXIST ganz auf ihr Produkt konzentrieren. Dadurch sind sie erst einmal für ein Jahr abgesichert, aber natürlich plant das Team schon weiter und arbeitet daran, e-buddy zu einem profitablen Business zu entwickeln.

„Es ist bereits in der frühen Phase wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit dem Produkt oder einer Dienstleistung später Geld verdienen kann. Dies muss man vor allem im Rahmen eines Pitchs erklären können und für kritische Rückfragen gewappnet sein. Einen guten Pitch hinzulegen ist unserer Meinung nach aber nicht das Wichtigste. Das kritische Feedback der Jury zu beachten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, das ist das Entscheidende. Außerdem sind wir der Meinung, dass man gerade in der frühen Phase raus aus seiner Kammer kommen und über sein Produkt sprechen sollte. Was kann mein Produkt? Welches Problem löst es? Das sind alles Fragen, mit denen man sich von Anfang an beschäftigen muss.“

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e-buddy pitchen im Lastenaufzug beim Landesfinale. Noch wissen die Jungs nicht, dass sie bei der Abendgala den ersten Platz durch Dr. Nils Schmid überreicht bekommen.

Durch das Pitchcoaching konnte das Team weiter an ihrem Pitch feilen und die Präsentation verbessern. Die individuelle Beratung und das Feedback durch die anderen Teilnehmer waren hier hilfreich, meinen Daniel, Max, Karl und Sascha. e-buddy konnten im Laufe der Wettbewerbsreihe Kontakte zu möglichen Kapitalgebern und Beratern knüpfen.

„Wir wurden außerdem auf einige Veranstaltungen von Business Angels eingeladen und die Presse hat über uns berichtet. Wir sind gerade in Gesprächen mit möglichen Partner und arbeiten weiter daran unser Produkt zur Marktreife zu bringen.“

Vom Problem zur Lösung – das „Griggekärble“ erleichtert den Transport mit Krücken

Bianca Baumann von der Firma Chrisbi ist eine vorbildliche Unternehmerin, die aus ihrem Problem eine Tugend gemacht hat. Ihre Produktinnovation „Griggekärble“, ein Transporthelfer für Gehstützen und Krücken, hat sie aus der eigenen Not heraus erfunden. Durch eine Knie-OP war Bianca auf Krücken angewiesen – hier ist ihr immer wieder aufgefallen, wie schwierig es ist, die einfachsten Dinge zu transportieren.

„Selbst der Gang zur Dusche wird zu Herausforderung. Duschgel, Shampoo und dann auch noch ein Handtuch mit den Krücken zu balancieren – fast unmöglich! Man ist permanent auf fremde Hilfe angewiesen.“

Die Idee des „Griggekärble“ war geboren. Der praktische Transportbehälter kann mit einfacher Montage ohne Werkzeuge an einer Gehstütze befestigt werden. Durch die einfache, übersichtliche und große Öffnung ist kein lästiges durchsuchen von Hosen- oder Umhängetaschen mehr nötig, somit wird auch das Unfallrisiko verringert. Beim Regional Cup Heilbronn-Franken stand Bianca dann auf der Bühne und hat ihre Geschäftsidee zum ersten mal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

„Durch die Teilnahme beim Elevator Pitch BW ist mir erst bewusst geworden, was für einen hohen Stellenwert ein überzeugender Pitch eigentlich hat. Ich habe mich davor nicht mit dem Thema beschäftigt und war wirklich überrascht, welche positive Resonanz man durch einen Pitch bekommen kann. Ich kann es nur jedem jungen Unternehmen ans Herz legen bei solchen Veranstaltungen mitzuwirken und sein „Baby“ anderen zu präsentieren.“

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Bianca Baumann präsentiert ihre Geschäftsidee „Griggekärble“ bei der großen Abendgala der Preisverleihung des Elevator Pitch BW 13/14 im Rahmen des CyberOne Awards.

Bianca konnte die Jury in Heilbronn überzeugen und durfte als regionale Siegerin in das große Landesfinalen im Juli auf der Gründerzeit einziehen. Hier hat sie mit dem „Griggekärble“ Platz 2 belegt. Ihr hat besonders gut gefallen, dass sie sich im Rahmen des Wettbewerbs mit anderen jungen Unternehmen zu den verschiedensten Themen im Gründungsbereich austauschen konnte. Neben der PR durch die Medien und einigen Aufträgen sieht Bianca die geknüpften Kontakte als die wichtigste Erfahrung.

„Der Wettbewerb hat mich ermutigt und bestärkt in meinem Tun.

Bianca und ihr Mann Christian haben das Preisgeld genutzt, um ihr Produkt auf der Rehacare (Internationale Fachmesse mit Kongress für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Inklusion) im September in Düsseldorf zu präsentieren. Die Resonanz auf der Fachmesse war überwältigend. Die Nachfrage nach dem „Griggekärble“ ist riesig. Ihr Ziel ist es, das „Griggekärble“ weiter zu optimieren und bald in den Verkauf zu bringen, um allen Patienten mit Gehhilfen das Leben zu erleichtern.

Auch e-buddy haben in den letzten Tagen ihren Rollator erfolgreich auf der Fachmesse Rehacare präsentiert. Wir freuen uns, dass beide Teams weiter tatkräftig an der Umsetzung ihrer Geschäftsidee arbeiten und drücken die Daumen für einen erfolgreichen Markteintritt :-). Vielen Dank für das Feedback und die Teilnahme beim Elevator Pitch BW!