Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit AmbiGate (Teil 3)

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Im 3. Teil der Elevator Pitch BW Erfolgsstories geht es um eine Geschäftsidee im Bereich digital Health Care. Wir stellen Euch heute das Team von AmbiGate vor. Mit seinem Produkt e-Reha – einem innovativen Heimtherapiesystem gestützt auf 3D-Sensoren – möchte das junge Startup aus Tübingen den Markt erobern. In der zweiten Runde beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben in Weingarten im letzten Jahr angetreten, konnte sich AmbiGate gegen die Konkurrenten durchsetzen und den ersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern. Im großen Landesfinale hat es AmbiGate leider nicht unter die ersten drei Plätze geschafft, aber das Team ist weiterhin auf Erfolgskurs.

Mit e-Reha eines der meist verbreitetsten Gesundheitsleiden bekämpfen 

Die Gründer Stephan Dabels (BioInformatik, Vertrieb), Caroline Dabels (IBWL, Marketing) und Christian Frede (Informatik, Entwicklung & IT) lernten sich im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bereich eHealth an der Universität Tübingen kennen. Aus dem Projekt entstand 2015 die AmbiGate GmbH als Ausgründung. Das Startup hat die Vision, mit seinem 3D-gestützen Heimtherapiesystem e-Reha, Patienten mit Rückenleiden weltweit mit einem „24/7 verfügbaren Personal Physio“ zu versorgen. So soll der Therapieerfolg schneller und vor allem auch unter Sicherstellung der korrekten Ausführung von Übungen unterstützt werden.

Über 70% der Deutschen werden regelmäßig von Rückenschmerzen geplagt. Neben den Schmerzen entstehen Kosten von jährlich über 50 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem. Von der Krankengasse gibt es maximal sechs Rezepte für eine 20-minütige Behandlung beim Physiotherapeuten. Viel zu wenig, wie nicht nur das Team von AmbiGate, sondern auch die Therapeuten selbst wissen. Die Patienten bekommen daher häufig den Auftrag, die Übungen aus den Therapiesitzungen zu Hause weiterzuführen, doch die Umsetzung gestaltet sich oft schwierig. Die Heimübungen werden in vielen Fällen unregelmäßig, falsch oder gar nicht gemacht. Hier bietet AmbiGate mit seinem System e-Reha die Lösung. Ein virtueller Trainer macht über einen Computer oder eine Spielekonsole beim Patienten zu Hause Übungen vor und das intelligente e-Reha System erkennt, ob die Übung korrekt ausgeführt wird. Der Therapeut kann wiederum über ein Tablet den Erfolg der Therapie überprüfen. Um die Motivation des Anwenders zudem zu steigern, nutzt AmbiGate Gamification in Form von kleinen Mini-Spielen, die vom betreuenden Therapeuten individuell ausgewählt und über das Internet je nach Fortschritt angepasst werden können.

Ulrike+Ruinen

Mit dem Heimtherapiersystem e-Reha können die Patienten im Rahmen von virtuellen Spielen am Computer oder über eine Spielekonsole ihren Bewegungsapparat trainieren. 3D-Sensoren sorgen dabei für die korrekte Ausübung.

Therapeuten als Partner

Die Zielgruppe für ihr erstes Produkt sieht das Team von AmbiGate nicht nur in Menschen mit akutem Rückenleiden, sondern auch in Personen, die aktiv etwas für ihren Rücken tun möchten. Die anvisierte Altersgruppe variiert dabei von Jugendlichen bis zu Patienten in einem Alter von ca. 50 Jahren.

Das Geschäftsmodell sieht neben einer geringen monatlichen Gebühr für die Nutzung seitens der Patienten eine enge Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten vor. e-Reha soll keine bestehende Therapie ersetzen, sondern diese sinnvoll ergänzen. Daher sind die Physiotherapeuten keine Konkurrenz sondern fungieren als Mittler im Laufe der Therapie, die für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision erhalten.

Neben einem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beirat, zusammengesetzt aus mehreren Professoren und Doktoren sowie Vertretern von Unternehmensberatungen, arbeitet das Startup aus Tübingen mit einem der größten Physiotherapieverbände Deutschlands zusammen.

Startup Wettbewerbe und Pitches vor Publikum und Jury

Mit dem Ziel, die Gründerszene in Baden-Württemberg besser kennenzulernen, haben Stephan, Caroline und Christian beim Elevator Pitch BW 2014/15 in Weingarten teilgenommen. Gereizt hat sie dabei die Art des Pitches in Form einer 3-minütigen Präsentation ohne technische Hilfsmittel. Das Team wurde von seinem Sieg beim regionalen Vorentscheid überrascht und war begeistert über den Einzug in das Landesfinale. Die Relevanz eines ausgefeilten Pitches schätzt das Team wie folgt ein:

„Einen überzeugenden Pitch halten wir für extrem wichtig, da es auch den Gründern hilft, ihre eigene Idee in einfache aber prägnante Worte zu fassen. Man selber kennt sein Produkt, aber es verständlich und kurz anderen nahe zu bringen, ist immer etwas anderes, vor allem, wenn es so erklärungsbedürftig ist wie unseres. Daher ist es sehr hilfreich, einen Elevator Pitch zu entwerfen.“

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Stephan und Caroline Dabels pitchen die Geschäftsidee e-Reha von AmbiGate bei der IHK in Weingarten und haben dabei nur drei Minuten Zeit.

Durch den Pitch wurde außerdem das Accelerator Programm von Google auf Stephan Dabels aufmerksam, der auch im Rahmen der AmbiGate GmbH Coachings für Startups gibt, insbesondere EXIST Ausgründungen. Seitdem unterstützt Stephan den Google Accelerator als Mentor.

Neben dem Sieg beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben hat das Gründerteam außerdem einen, auf 6.000 Euro dotierten Preis, bei dem Gründerwettbewerb IKT Innovativ abgeräumt.

Als weltweit erster Anbieter einen zukunftsweisenden Markt mitbestimmen

Bisher wurde das Startup durch EXIST gefördert. Mittlerweile ist AmbiGate aber auf der Suche nach einem Investor, um das Business schnell größer zu ziehen und sich in den nächsten Jahren als Global Player im Health Care Bereich zu etablieren. Als weltweit erster Anbieter eines 3D-gestützen Heimtherapiersystems möchte das Startup als Vorreiter den Markt maßgeblich mitbestimmen. Die Gründer arbeiten momentan in Vollzeit mit Hochdruck daran, den Markteintritt mit e-Reha vorzubereiten und werden die Marktreife Ende August im Rahmen eines Events des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) verkünden.

Der Weg zum erfolgreichen Unternehmen ist auch für AmbiGate trotz des hohen Innovationsgrades der Geschäftsidee nicht einfach.

„‪Die Challenge lag vor allem in der Komplexität unseres Produktes. Wir mussten schnell wachsen, um den Workload zu bewältigen und das mit begrenzten Mitteln.“

, meinen Stephan, Caroline und Christian. Trotzdem würden sie sich wieder in die Selbständigkeit wagen und geben abschließend noch folgenden Tipp an Jungunternehmerinnen und -unternehmer, Gründerinnen und Gründer:

„Macht es nur, wenn Ihr hundert Prozent an Eure Idee glaubt und macht Euch gefasst auf eine spannende, aber auch sehr anstrengende Zeit. Aber es lohnt sich! Es ist einfach wunderbar für die eigene Sache einzustehen.“

Wir danken dem Team der AmbiGate GmbH, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

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