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Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit AmbiGate (Teil 3)

Im 3. Teil der Elevator Pitch BW Erfolgsstories geht es um eine Geschäftsidee im Bereich digital Health Care. Wir stellen Euch heute das Team von AmbiGate vor. Mit seinem Produkt e-Reha – einem innovativen Heimtherapiesystem gestützt auf 3D-Sensoren – möchte das junge Startup aus Tübingen den Markt erobern. In der zweiten Runde beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben in Weingarten im letzten Jahr angetreten, konnte sich AmbiGate gegen die Konkurrenten durchsetzen und den ersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern. Im großen Landesfinale hat es AmbiGate leider nicht unter die ersten drei Plätze geschafft, aber das Team ist weiterhin auf Erfolgskurs.

Mit e-Reha eines der meist verbreitetsten Gesundheitsleiden bekämpfen 

Die Gründer Stephan Dabels (BioInformatik, Vertrieb), Caroline Dabels (IBWL, Marketing) und Christian Frede (Informatik, Entwicklung & IT) lernten sich im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bereich eHealth an der Universität Tübingen kennen. Aus dem Projekt entstand 2015 die AmbiGate GmbH als Ausgründung. Das Startup hat die Vision, mit seinem 3D-gestützen Heimtherapiesystem e-Reha, Patienten mit Rückenleiden weltweit mit einem „24/7 verfügbaren Personal Physio“ zu versorgen. So soll der Therapieerfolg schneller und vor allem auch unter Sicherstellung der korrekten Ausführung von Übungen unterstützt werden.

Über 70% der Deutschen werden regelmäßig von Rückenschmerzen geplagt. Neben den Schmerzen entstehen Kosten von jährlich über 50 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem. Von der Krankengasse gibt es maximal sechs Rezepte für eine 20-minütige Behandlung beim Physiotherapeuten. Viel zu wenig, wie nicht nur das Team von AmbiGate, sondern auch die Therapeuten selbst wissen. Die Patienten bekommen daher häufig den Auftrag, die Übungen aus den Therapiesitzungen zu Hause weiterzuführen, doch die Umsetzung gestaltet sich oft schwierig. Die Heimübungen werden in vielen Fällen unregelmäßig, falsch oder gar nicht gemacht. Hier bietet AmbiGate mit seinem System e-Reha die Lösung. Ein virtueller Trainer macht über einen Computer oder eine Spielekonsole beim Patienten zu Hause Übungen vor und das intelligente e-Reha System erkennt, ob die Übung korrekt ausgeführt wird. Der Therapeut kann wiederum über ein Tablet den Erfolg der Therapie überprüfen. Um die Motivation des Anwenders zudem zu steigern, nutzt AmbiGate Gamification in Form von kleinen Mini-Spielen, die vom betreuenden Therapeuten individuell ausgewählt und über das Internet je nach Fortschritt angepasst werden können.

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Mit dem Heimtherapiersystem e-Reha können die Patienten im Rahmen von virtuellen Spielen am Computer oder über eine Spielekonsole ihren Bewegungsapparat trainieren. 3D-Sensoren sorgen dabei für die korrekte Ausübung.

Therapeuten als Partner

Die Zielgruppe für ihr erstes Produkt sieht das Team von AmbiGate nicht nur in Menschen mit akutem Rückenleiden, sondern auch in Personen, die aktiv etwas für ihren Rücken tun möchten. Die anvisierte Altersgruppe variiert dabei von Jugendlichen bis zu Patienten in einem Alter von ca. 50 Jahren.

Das Geschäftsmodell sieht neben einer geringen monatlichen Gebühr für die Nutzung seitens der Patienten eine enge Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten vor. e-Reha soll keine bestehende Therapie ersetzen, sondern diese sinnvoll ergänzen. Daher sind die Physiotherapeuten keine Konkurrenz sondern fungieren als Mittler im Laufe der Therapie, die für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision erhalten.

Neben einem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beirat, zusammengesetzt aus mehreren Professoren und Doktoren sowie Vertretern von Unternehmensberatungen, arbeitet das Startup aus Tübingen mit einem der größten Physiotherapieverbände Deutschlands zusammen.

Startup Wettbewerbe und Pitches vor Publikum und Jury

Mit dem Ziel, die Gründerszene in Baden-Württemberg besser kennenzulernen, haben Stephan, Caroline und Christian beim Elevator Pitch BW 2014/15 in Weingarten teilgenommen. Gereizt hat sie dabei die Art des Pitches in Form einer 3-minütigen Präsentation ohne technische Hilfsmittel. Das Team wurde von seinem Sieg beim regionalen Vorentscheid überrascht und war begeistert über den Einzug in das Landesfinale. Die Relevanz eines ausgefeilten Pitches schätzt das Team wie folgt ein:

„Einen überzeugenden Pitch halten wir für extrem wichtig, da es auch den Gründern hilft, ihre eigene Idee in einfache aber prägnante Worte zu fassen. Man selber kennt sein Produkt, aber es verständlich und kurz anderen nahe zu bringen, ist immer etwas anderes, vor allem, wenn es so erklärungsbedürftig ist wie unseres. Daher ist es sehr hilfreich, einen Elevator Pitch zu entwerfen.“

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Stephan und Caroline Dabels pitchen die Geschäftsidee e-Reha von AmbiGate bei der IHK in Weingarten und haben dabei nur drei Minuten Zeit.

Durch den Pitch wurde außerdem das Accelerator Programm von Google auf Stephan Dabels aufmerksam, der auch im Rahmen der AmbiGate GmbH Coachings für Startups gibt, insbesondere EXIST Ausgründungen. Seitdem unterstützt Stephan den Google Accelerator als Mentor.

Neben dem Sieg beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben hat das Gründerteam außerdem einen, auf 6.000 Euro dotierten Preis, bei dem Gründerwettbewerb IKT Innovativ abgeräumt.

Als weltweit erster Anbieter einen zukunftsweisenden Markt mitbestimmen

Bisher wurde das Startup durch EXIST gefördert. Mittlerweile ist AmbiGate aber auf der Suche nach einem Investor, um das Business schnell größer zu ziehen und sich in den nächsten Jahren als Global Player im Health Care Bereich zu etablieren. Als weltweit erster Anbieter eines 3D-gestützen Heimtherapiersystems möchte das Startup als Vorreiter den Markt maßgeblich mitbestimmen. Die Gründer arbeiten momentan in Vollzeit mit Hochdruck daran, den Markteintritt mit e-Reha vorzubereiten und werden die Marktreife Ende August im Rahmen eines Events des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) verkünden.

Der Weg zum erfolgreichen Unternehmen ist auch für AmbiGate trotz des hohen Innovationsgrades der Geschäftsidee nicht einfach.

„‪Die Challenge lag vor allem in der Komplexität unseres Produktes. Wir mussten schnell wachsen, um den Workload zu bewältigen und das mit begrenzten Mitteln.“

, meinen Stephan, Caroline und Christian. Trotzdem würden sie sich wieder in die Selbständigkeit wagen und geben abschließend noch folgenden Tipp an Jungunternehmerinnen und -unternehmer, Gründerinnen und Gründer:

„Macht es nur, wenn Ihr hundert Prozent an Eure Idee glaubt und macht Euch gefasst auf eine spannende, aber auch sehr anstrengende Zeit. Aber es lohnt sich! Es ist einfach wunderbar für die eigene Sache einzustehen.“

Wir danken dem Team der AmbiGate GmbH, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit LUPYLED (Teil 1)

Im Rahmen der Umfrage unter allen Teilnehmenden des Elevator Pitch BW veröffentlichen wir in den nächsten Wochen ausgewählte Erfolgsstories von Gründerteams, bei denen sich seit ihrem Auftritt beim Wettbewerb einiges getan hat. Wir freuen uns, heute den Auftakt der Startup Geschichten aus dem Hause des Elevator Pitch BW mit dem Gründerteam von LUPYLED zu beginnen.

LUPYLED ist bereits in der ersten Runde 2013/2014 beim Regional Cup Heilbronn-Franken mit ihrer Geschäftsidee eines individuell an die Kundenbedürfnisse anpassbaren Leuchtkonzepts angetreten und konnte mit dem Pitch den dritten Platz erreichen. Im Blogpost erfahrt ihr, was sich bei dem Team in den letzten Monaten getan hat und wie sie es erfolgreich geschafft haben, einen Geldgeber zu überzeugen, in die Geschäftsidee zu investieren!

Motivationsschub durch die Teilnahme am Elevator Pitch BW

Gestartet mit der Geschäftsidee der Herstellung einer Leuchte, die individuell so programmiert werden kann, bis sie stets zu 100% den Anforderungen des Kunden entspricht, haben Dominik Rabus und Alex Görz seit der Teilnahme am Wettbewerb ihre Geschäftsidee LUPYLED erfolgreich weiterentwickeln können. Beim Regional Cup in Heilbronn im Jahr 2014 stand das Gründerteam mit LUPYLED noch ganz am Anfang. Die beiden hatten zwar bereits ein Unternehmen gegründet und konnten bei ihrem Auftritt einen Prototypen ihrer Leuchte präsentieren, der Markteintritt war jedoch noch nicht erfolgt. Laut Dominik und Alex kam nach dem Elevator Pitch BW der Entschluss, mit dem Unternehmen so „richtig“ loszulegen.

„Wir wollten den Pitch dazu verwenden, unsere Idee zu testen und eine entsprechende Aufmerksamkeit dafür zu gewinnen. Ziel war es, unter die Top 3 zu kommen und das ist uns erfreulicherweise auch gelungen. Unsere Erwartungen hinsichtlich des konstruktiven Feedbacks und der medialen Aufmerksamkeit wurden ebenso erfüllt. Insgesamt war die Teilnahme am Elevator Pitch BW für uns ein voller Erfolg und wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften!“

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Dominik hat genau drei Minuten Zeit, um beim Regional Cup Heilbronn-Franken die Jury und Zuschauer von der Idee LUPYLED zu überzeugen (Quelle: Elevator Pitch BW 2013/14)

Vom Prototypen zum Experten und Anbieter im Bereich Premium Beleuchtung

Parallel entwickelte das Duo ihre Idee Schritt für Schritt weiter. Mittlerweile sind die beiden seit April 2016 ausschließlich für das eigene Unternehmen tätig und bauen LUPYLED kontinuierlich weiter aus. Das Produkt, mit dessen Prototyp sie beim Pitch teilgenommen haben, ist nun marktreif und wird seit August diesen Jahres weltweit über verschiedenen Partner vertrieben. Außerdem wird im September der Online Shop gelauncht. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt.

„Wir merken nun, dass unsere Marketing- und Vertriebsstrategie aufgeht. Die Premiumkundschaft hat auf unser Produkt gewartet. Wir sind mittlerweile tatsächlich schon ein kleines, weltweit agierendes Unternehmen.“

Auch beim „iF DESIGN AWARD 2016″ konnte LUPYLED mit ihrer App zur Ansteuerung der Beleuchtung überzeugen und ging als Gewinner hervor. Parallel wurde ein zweiter Geschäftszweig im Bereich Consulting aufgebaut. LUPYLED unterstützt hier andere Unternehmen dabei, ihr Produkt im Bereich Licht und artverwandten Bereichen, die grundsätzlich mit Licht zu tun haben, z. B. Spektrometer, weiterzuentwickeln und an den Markt zu bringen. Zusätzlich arbeiten Dominik und Alex an der Weiterentwicklung ihrer Aquarienbeleuchtung, um hier bald die ganz großen Schauaquarien in Melbourne, Lissabon oder auch die SeaLife Standorte beliefern zu können. Mit LUPYLED kann das Team mittlerweile einen Umsatz von 25.000 bis 30.000 Euro im Monat aufweisen. Für das Jahr 2017 wird ein Umsatz von 500.000 bis 700.000 Euro erwartet.

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Das Beleuchtungskonzept von LUPYLED wird seid August 2016 weltweit vertrieben (Quelle: LUPYLED) 

Tipps für die Investorensuche

Sein Wachstum konnte das Unternehmen unter anderem durch die Finanzierung eines Investors vorantreiben. Dominik und Alex machten sich beinahe ein Jahr lang auf die Suche nach einem Geldgeber und wurden schlussendlich fündig. Anders als erwartet, kam der Kontakt zu dem Investor durch einen glücklichen Zufall über das private Umfeld zustande. Jungen Gründerinnen und Gründern, die noch am Anfang ihrer Geschäftsidee stehen und auf der Suche nach einem Geldgeber für ihr Startup sind, gibt das Gründerteam folgenden Tipp:

„Lasst Euch nicht entmutigen. Wenn ihr überzeugt davon seid, dass Eure Idee etwas Besonderes ist und auch das Team zu hundert Prozent dahintersteht, dann macht weiter. Geht bei der Investorensuche neue Wege und seid mutig. Sprecht im Bekanntenkreis über Eure Geschäftsidee, denn je mehr Menschen davon erfahren, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr die Idee auch finanziert bekommt.“

Generell sehen die beiden Gründer die richtige und konsequent verfolgte Kommunikation als wichtigen Meilenstein für den Erfolg eines Unternehmens. So sei ihrer Meinung nach die Fähigkeit, eine Idee in einer kurzen, knackigen Darstellung auf den Punkt zu bringen sehr hilfreich – nicht nur bei der Investorensuche, sondern z. B. auch bei Suche nach neuen Kunden oder Produktionsfirmen. Die Geschäftsidee in einen überzeugenden Pitch zu packen sei ihrer Meinung nach außerdem auch die beste Übung, die Idee, die Strategie und die Ziele selbstkritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu schärfen.

Mittlerweile hat das Duo nach eigenen Aussagen die deutschen Netzwerke verlassen und bewegt sich vermehrt auf internationaler Ebene. Alex und Dominik mussten die Erfahrung machen, dass potenzielle Investoren und Geschäftspartner in Deutschland im Bereich Technologie und Innovation eher zurückhaltend agieren. Die Risikobereitschaft fehle, ihrer Meinung nach sollte sich da noch einiges tun. Für die Unterstützung durch Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg sind die beiden aber sehr dankbar. Diese haben es LUPYLED ermöglicht, in die technischen Entwicklungen sowie in produktbezogene Marketingmaßnahmen und patentrechtliche Themen zu investieren.

Wir danken dem Team von LUPYLED, dass sie ihre Story mit uns geteilt haben und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Geschäftsidee.

Seid gespannt auf die nächste Erfolgsstory, die zeitnah im Blog des Elevator Pitch BW erscheinen wird!

Elevator Pitch BW 2013/2014 – So erfolgreich geht es bei den Teilnehmern weiter (Teil 2)

Heute: Helfen kostet nix und Kuchen im Glas

Vor Kurzem hatten wir bereits über die Erfahrungen unserer Teilnehmer My Pillow Factory und WebCanape aus der ersten Runde des Elevator Pitch BW berichtet. Weiter geht es heute mit den Teams der Helfen kostet nix gemeinnützige UG (Publikumsliebling Regional Cup Göppingen) und Kuchen im Glas (Publikumsliebling Regional Cup Heidelberg/Mannheim).

Unternehmen mit sozialer Verantwortung – Helfen kostet nix gemeinnützige UG

Andreas Veljkovic hat 2012 das gemeinnützige Unternehmen Helfen kostet nix gegründet. Helfen kostet nix bietet gemeinnützigen Organisation eine moderne, effektive Fundraising-Plattform und Nutzern, die online einkaufen, gleichzeitig die Möglichkeit zu helfen und sozial aktiv zu werden – und das ohne Mehrkosten. Die Idee entstand als Andreas für einige Zeit als Paketzusteller arbeitete und er das Konsumverhalten unserer Gesellschaft direkt mitbekam. Mit seiner Geschäftsidee möchte er diesen Konsum positiv nutzen. Über www.helfen-kostet-nix.de lassen sich verschiedene gemeinnützige Einrichtungen und deren Projekte auswählen, die man gerne unterstützen möchte. Über die individuellen Projektseiten erhält man eine große Auswahl an Onlineshops (wie z.B. DaWanda, Eventim oder Amazon). Hat der Kunde seinen favorisierten Shop ausgewählt, kann er dort wie gewohnt einkaufen. Helfen kostet nix erhält eine Werbeprovision von den Shops, die zu 90% an die entsprechende Einrichtung als Spende weitergeleitet wird. Gerade lokale Vereine und gemeinnützige Organisationen können dadurch sehr gut unterstützt werden.

Andreas hat schon vor seiner Teilnahme beim Elevator Pitch BW Erfahrung im Pitchen sammeln können. Er stellt seine Geschäftsidee regelmäßig bei Veranstaltungen und Messen vor. Außerdem stand er bereits bei einem Pitch des Social Impact Lab in Hamburg auf der Bühne. Sein Fazit zum Elevator Pitch BW:

„Tolles Team! Tolle Plattform, unkomplizierte Kommunikation, reibungslose Abläufe. Ich sehe den Pitch als wichtiges Element, um mit einer Geschäftsidee präsent zu sein. Ohne eine prägnante und verständliche Unternehmenspräsentation wird es schwierig neue Kontakte zu knüpfen.“

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Beim Wildcard Pitch am 27.06.2014 in Stuttgart hatte Andreas noch mal die Chance mit Helfen kostet nix das Ticket für das Landesfinale zu lösen.

Freuen würde sich Andreas, wenn es zukünftig einen Pitch-Wettbewerb speziell für Social Entrepreneurship geben würde, bei dem man „gezielt Sozialunternehmer fördert und mit dementsprechenden Förderpartnern zusammenführt.“ Auf jeden Fall will Andreas am Ball bleiben und weiterhin Pitch-Wettbewerbe nutzen, um Helfen kostet nix der breiten Öffentlichkeit vorzustellen und als Marke zu etablieren.

Süße Versuchung – Kuchen im Glas

Linda Dröge, Alexandra Bald und Stephanie Becker teilen die Liebe zu Kuchen und haben gemeinsam eine originelle Alternative zu den Süßigkeiten-Klassikern ins Leben gerufen: den online Kuchen-Geschenkservice Kuchen im Glas. Im Online-Shop www.kuchen-im-glas.com kann man aus einer Vielzahl verschiedener Kuchen im Einmachglas wählen und individuell Glasuren und Streusel kombinieren. Das Unternehmen hat sich sowohl auf Privat- als auch Geschäftskunden spezialisiert. Der fertige Kuchen kann auf Wunsch sogar mit dem Unternehmenslogo versehen werden. Der Elevator Pitch BW war für das Team von Kuchen im Glas der erste Pitch-Wettbewerb. Beim Regional Cup Heidelberg/ Mannheim konnten sie das Publikum mit ihren saftigen Kuchenkreationen überzeugen und durften beim Wildcard Pitch der Publikumslieblinge in Stuttgart am 27. Juni 2014 nochmals antreten. Die Auszeichnung als Publikumsliebling hat dem jungen Startup außerdem auch den Zugang zur Presse erleichtert.

„Wir haben durch den Wettbewerb in der Region noch mehr Aufmerksamkeit bekommen können und konnten uns dadurch wieder an weiteren Stellen gut präsentieren. Dies war für unsere Pressearbeit sehr förderlich, da Journalisten immer gerne über den Pitch berichtet haben.“

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Das Team von Kuchen im Glas begeisterte das Publikum beim Regional Cup Rhein-Neckar mit ihrer Leidenschaft für hausgemachte Kuchen im Einmachglas.

Linda, Alexandra und Stephanie sind gerade dabei ihr Unternehmen und Absatzkanäle weiter aufzubauen. Geplant sind außerdem weitere Kuchenkreationen. Mit dem Zwiebelkuchen im Glas und der Antipasti-Kreation werden mittlerweile die ersten zwei herzhaften Sorten im Online-Shop angeboten.

„Wir sind begeistert von unserem Produkt und wissen, dass wir andere mit unserer Begeisterung anstecken können. Es ist gerade für Startups immer wichtig dabei zu sein und jede Gelegenheit zu nutzen, das Produkt zu bewerben und zu präsentieren.“

Wir freuen uns, dass beide Startups den Elevator Pitch BW als Plattform gut nutzen konnten, ihre Begeisterung und Leidenschaft für ihre Produkte einem breiteten Publikum vorzustellen. Wir danken den Teams von Helfen kostet nix und Kuchen im Glas für die Pitch-Teilnahme und das tolle Feedback.

Viel Erfolg weiterhin!

Elevator Pitch BW 2013/2014 – So erfolgreich geht es bei den Teilnehmern weiter (Teil 1)

Heute: My Pillow Factory und WebCanape

Die erste Runde des Elevator Pitch BW hat über 120 Gründerinnen und Gründern die Gelegenheit gegeben, ihre Geschäftsidee in ganz Baden-Württemberg vor einem ausgewählten Publikum zu präsentieren. Wie geht es den Jungunternehmern mittlerweile? Konnten sie die Plattform nutzen, um ihre Idee weiter voranzutreiben? Wir haben mit einigen Teams gesprochen und geben in den nächsten Wochen einen Überblick, wie der Elevator Pitch BW sie dabei unterstützt hat, erfolgreich die nächsten Schritte zu gehen.

My Pillow Factory: Anpassung des Geschäftsmodells

Sebastian und Yulia Donath haben 2012 gemeinsam das Unternehmen My Pillow Factory gegründet. Das Startup aus Esslingen designt und produziert außergewöhnliche und individualisierbare Kissen. Schon von Anfang an konnte die My Pillow Factory Erfolge verzeichnen. Einer der ersten Kunden war eine Sushi-Kette aus Dubai, die 90 Sushi-Kissen für ihre Restaurants bestellte. Seitdem kamen immer mehr Abnehmer dazu.  Mit dem Thema „Pitchen“ haben sich die beiden bis zum Elevator Pitch BW aber nicht näher befasst. Obwohl es der erste Pitchwettbewerb für die My Pillow Factory war, konnte Sebastian die Jury beim Regional Cup in Göppingen auf Anhieb überzeugen. Als regionaler Sieger durfte das junge Unternehmen in das große Landesfinale einziehen. Hier hatte es leider nicht für einen Sieg gereicht, Sebastian bestätigt aber, dass sich die Teilnahme beim Elevator Pitch BW aber trotzdem gelohnt hat:

„Die Teilnahme am Pitch und dessen Gewinn im Vorentscheid hat unser Google Ranking verbessert. So konnten wir unsere Conversion Rate steigern. Zusätzlich gab es Interviews in mehreren regionalen Medien, wodurch eine Kooperation mit einem Ladengeschäft in Stuttgart entstand. Das Wichtigste war jedoch, dass wir als Finalisten gleichzeitig als Aussteller auf der Gründerzeit mit dabei sein durften. Hier hat sich herausgestellt, dass wir bisher eine sehr wichtige Zielgruppe außer Acht gelassen haben. Wir konnten an diesem Tag Aufträge von bis zu 700 Kissen akquirieren. Daraufhin haben wir unser Geschäftsmodell angepasst.“

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Sebastian präsentiert die Kissen der My Pillow Factory beim Landesfinale des Elevator Pitch BW.

Sebastian stimmt zu, das Startups bereits in der frühen Phase an einem überzeugenden Pitch feilen sollten. Dies helfe auch, sich immer wieder kritisch mit seiner Geschäftsidee auseinanderzusetzen und das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen.  „Ich bin sehr froh an der Pitch-Reihe teilgenommen zu haben, weil ich dadurch Schwachstellen in meinem Geschäftsmodell identifizieren konnte.“

PR und Feedback für WebCanape

Auch Marina Kasper von der Dienstleistungsagentur WebCanape ist der Meinung, dass ein guter Pitch das eigene Unternehmen weiterbringen kann. WebCanape entwickelt Webseiten und bietet Online-Werbekampagnen für kleine und mittlere Unternehmen. Innerhalb kurzer Zeit und zu einem besonders günstigen Preis erhält der Kunde so ein „schlüsselfertiges“ Tool für eine rasante Weiterentwicklung seines Geschäfts im Internet. Mit ihrem Pitch beim Regional Cup in Weingarten hat es Marina auf Platz 2 geschafft. Ihr Fazit zur Teilnahme beim Elevator Pitch BW:

„Für mich war der Elevator Pitch die erste Gelegenheit, meine Geschäftsidee einem breiteren Publikum und einer unabhängigen Fachjury zu präsentieren. Den 2. Platz sehe ich daher als Bestätigung für das große Potential meiner Idee. Die daraus resultierende Aufmerksamkeit lokaler Medien und das knüpfen neuer, interessanter Kontakte haben mir außerdem geholfen den Bekanntheitsgrad meiner Firma wesentlich zu verbessern.“

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Marina hat beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben 3 Minuten Zeit, um mit ihrer Geschäftsidee WebCanape die lokale Jury zu überzeugen.

Daneben schätzt Marina, dass sie die Gelegenheit hatte, Feedback von einer hochqualifizierten Jury zu erhalten. Das Pitchcoaching im Vorfeld war sehr hilfreich und hat wesentlich zum Erfolg beigetragen. WebCanape konnte einen Auftrag und mehrere Interviews in der regionalen Presse direkt im Anschluss des Regional Cups generieren.

Wir danken My Pillow Factory und WebCanape für die Teilnahme und die Rückmeldung. Wir freuen uns, dass der Elevator Pitch BW beide Teams darin unterstützt hat, ihre Geschäftsidee weiterzuentwickeln und diese noch stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken.

Viel Erfolg weiterhin :-)!
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Im zweiten Teil berichten wir über zwei Wildcard-Gewinner des Elevator Pitch BW 2013/2014, Helfen kostet nix und Kuchen im Glas.

Elevator Pitch BW 2013/2014 – So erfolgreich geht es bei den Teilnehmern weiter (Teil 3)

Heute: pakilia und Textöffner

Vorletzte Woche hatten wir über die Erfahrungen von Helfen kostet nix und Kuchen im Glas berichtet. Heute kommen unsere Teilnehmer pakilia (2. Platz und Publikumsliebling Ulm) und Textöffner (2. Platz und Publikumsliebling Reutlingen) zu Wort. Was konnten sie aus der 1. Runde des Elevator Pitch BW mitnehmen?

Ein Sprung ins kalte Wasser für pakilia

Das Wort pakilia stammt aus der Aztekensprache Nahuatl und bedeutet “Freude geben”. Das ist das Motto des jungen Unternehmens aus Bellamont in der Nähe von Biberach. pakilia entstand aus einem studentischen Hilfsprojekt und exportiert fair gehandelten und handgefertigten Silberschmuck aus Mexiko nach Deutschland. Der Schmuck entsteht in liebevoller Handarbeit von aktuell elf Kunsthandwerkerfamilien in Taxco, Mexiko. Die beiden Gründerinnen Miriam Müller und Julia Maier hatten durch ihr Studienprogramm der ESB Business School Reutlingen die Gelegenheit, zwei Jahre in Mexiko zu verbringen. Hier haben sie die Menschen, die Kultur und den einzigartigen Silberschmuck zu schätzen gelernt. Ihr Ziel ist es, ein profitables Unternehmen nach dem Prinzip des fairen Handels aufzubauen und so zu mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel beizutragen. Was sie an der Teilnahme des Elevator Pitch BW gereizt hat, war der Sprung ins kalte Wasser.

„Nach der Anmeldung und der erfolgreichen Abstimmungsphase gab es nur noch die Flucht nach vorn und zwar rauf auf die Bühne!“

Auch für pakilia war es der erste Pitch vor einem größeren Publikum und daher ganz schön aufregend. Miriam und Julia haben so viel zu ihrer Geschäftsidee zu sagen – da war es eine Herausforderung, die wichtigsten Fakten zu pakilia in nur drei Minuten zusammen zu fassen. Sich auf das Wesentliche zu beschränken habe ihnen aber auch bei der Selbstreflektion geholfen.

„Wie erkläre ich unser Konzept in kurzer Zeit einem Außenstehenden? Das ist schon nicht so einfach. Das Pitch-Coaching war super zur Vorbereitung und gab wichtigen Input, der uns half, eine passende Struktur zu finden. Durch das Coaching und den Wettbewerb selber sind wir außerdem mit anderen jungen Unternehmen in Kontakt gekommen, was uns weiter inspiriert hat.“

12565889694_fb6a3aa08d_k (1)Miriam freut sich über den Landeslöwen – die Eintrittskarte für pakilia zum Wildcard Pitch der Publikumslieblinge in Stuttgart.

Gerne würde pakilia wieder bei einem Pitch-Wettbewerb teilnehmen. Neben der Erfahrung sich vor einem relevanten Publikum effektiv zu präsentieren, konnten das Team auch einige Bestellungen ihres mexikanischen Silberschmucks mit nach Hause nehmen.

Barrierefrei verstehen mit dem Textöffner

Krishna-Sara Helmle, die Gründerin von Textöffner, hat sich der Leichten Sprache verschrieben. Leichte Sprache, das ist einfaches Deutsch in kurzen, aktiven Sätzen, ohne Fremdwörter und Abkürzungen. Der Textöffner „knackt“ Texte aller Art die schwer verständlich sind, indem er z. B. Angebote oder Produktinformationen verständlich für die Zielgruppe aufbereitet. Mit ihrer Dienstleistung möchte Krishna-Sara Barrieren in der Verständigung abschaffen und Türen für alle Menschen öffnen. Das Markpotenzial für die Geschäftsidee ist hoch, wenn man bedenkt, dass bis zu 20 Millionen Muttersprachler Schwierigkeiten mit dem Lesen und Verstehen von deutschen Texten haben.

Vor ihrer Teilnahme beim Elevator Pitch BW hat Krishna-Sara sich bereits Feedback zu ihrer Geschäftsidee von Freunden und durch verschiedene Netzwerkveranstaltungen eingeholt. Wie für pakilia war es auch für sie sehr hilfreich, sich intensiv mit teilweise kritischen Fragen zu ihrem Unternehmen auseinanderzusetzen.

„Ich fand es äußerst spannend am Wettbewerb teilzunehmen und von einer qualifizierten Jury auf den Prüfstand gestellt zu werden. Zusätzlich fand ich es interessant meine Geschäftsidee auch im Vergleich zu den anderen Teilnehmern zu sehen. Die tolle Atmosphäre beim Coaching und dem Pitch selbst hat mich auch noch einmal positiv motiviert.“

Für Krishna-Sara geht es nach dem Elevator Pitch BW erfolgreich weiter. Sie freut sich, dass sie durch die Berichterstattung über den Wettbewerb einige Aufträge und interessante Kontakte erhalten hat.

„Außerdem hat eine überregionale Zeitung (Sonntag aktuell vom 1. Juni) in einem halbseitigen Artikel über das Thema Leichte Sprache und den Textöffner berichtet. Daraufhin hat sich der regionale Fernsehsender RTF1 gemeldet und eine kleine Reportage über mich gedreht.“

13534014215_34edb5a047_k (1)Krishna-Sara präsentiert den Textöffner auf der Bühne des Regional Cup Neckar-Alb/Reutlingen.

Krishna-Sara will mit dem Textöffner weiter voran gehen und hat große Pläne:

„Mein Ziel ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre zur ersten Ansprechpartnerin für Leichte Sprache in der Region Neckar-Alb zu werden.“

Wir freuen uns, dass pakilia und Textöffner bei der 1. Runde des Elevator Pitch BW mit dabei waren und wünschen beiden Teams weiterhin viel Erfolg!