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Elevator Pitch BW Erfolgsstories – heute mit BOS Connect (Teil 4)

Heute berichten wir über ein erfolgreiches Startup aus Schwäbisch Gmünd, das in der zweiten Runde des Elevator Pitch BW teilgenommen und die Jury beim Regional Cup Ostwürttemberg von ihrer Geschäftsidee überzeugt hat! Das Team von BOS Connect leistet mit seinem Produkt, der Software Funkfeuer, einen wichtigen Beitrag dazu, dass in Notfallsituationen ausreichend Rettungshelfer / Hilfsorganisationen schneller vor Ort sein und effizienter handeln können.

Nur zehn Minuten Zeit, bis Helfer vor Ort sein müssen

Julia Stäbler, Gero Nicklas und Sascha Bollin waren bereits langjährige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gewesen, als sie sich 2013 mit dem Entwickler Michael Fritz zusammenschlossen, um mit ihrer Produktinnovation für einen schnelleren Einsatz von Helfern zu sorgen. Noch im selben Jahr gründeten die Vier das Unternehmen BOS Connect und installierten ihre Software bei der ersten Freiwilligen Feuerwehr in Baden-Württemberg.

BOS Connect sorgt mit seiner Software BOS Funkfeuer dafür, dass Hilfsorganisationen sowohl einsatzbereit sind als auch die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von nur zehn Minuten bis zum Eintreffen am Unfallort einhalten. Diese kurze Zeit ist eine enorme Herausforderung an die Logistik und Koordination der Helfer und der Einsatzfahrzeuge. Gero, Julia, Sascha und Michael haben bei ihren Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder erfahren, dass im Notfall in der Kürze der Zeit nicht genügend Personal zur Verfügung steht. Mit BOS Funkfeuer können sich freiwillige Helfer mit dem Smartphone in die Terminlisten der Software eintragen und ihre Abwesenheiten vermerken. So kann sichergestellt werden, dass jederzeit genügend Personal zur Verfügung steht, das ohne Verzögerung bei einem Einsatz ausrücken kann. Die Hilfsfrist kann so Dank der Software eingehalten werden. Das Tool ermöglicht die Terminplanung und Zeiterfassung der Helfer, bietet eine Verfügbarkeitsübersicht und liefert außerdem Daten für die langfristige Einsatzsicherung.

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Mit der Software BOS Funkfeuer können Helfer ihre Abwesenheit eintragen – der Kommandant der Feuerwehr erhält somit einen wichtigen Überblick für die Personaleinsatzplanung im Notfall. (Quelle: BOS Connect)

Mit der Weiterentwicklung der ersten Produktidee eine neue Marktnische gefunden

Ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Firma war für BOS Connect die Weiterentwicklung des Produkts BOS Funkfeuer. Ursprünglich war die Software, die hervorragende Dienste bei der Personalplanung leistet, für die Freiwilligen Feuerwehrkräften konzipiert, doch sie erregte auch die Aufmerksamkeit der Werkfeuerwehren.

„Wir wurden von Werkfeuerwehren angesprochen, ob wir unser BOS Funkfeuer auch für sie verfügbar machen könnten. Da ist uns klar geworden, dass auch Werkfeuerwehren mit Problemen bei der Einsatzplanung zu kämpfen haben. Wir waren mutig genug, den Schritt zu gehen, weiter zu investieren und unser BOS Funkfeuer auf Werkfeuerwehren anzupassen. Seitdem haben wir sehr viele Neukunden gewonnen und eine weitere Nische im Markt für uns entdeckt und genutzt.“

, beschreibt Julia Stäbler die aktuelle Entwicklung bei BOS Connect. Da bei der Werkfeuerwehr Helfer in Teilzeit arbeiten, benötigt der Kommandant ebenfalls einen Überblick über die Verfügbarkeit der Kräfte und ein Tool für die Koordination und Planung des Personaleinsatzes.

Zu Beginn der Unternehmensgründung 2013 haben Julia, Gero, Sascha und Michael die Geschäftsidee neben dem Hauptberuf vorangetrieben. Mittlerweile arbeiten zwei Gründungsmitglieder Vollzeit für die Firma, die außerdem von mehreren Freelancern unterstützt wird. Das Team verbindet das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr. Ihre Fachkompetenzen liegen im Design, der Kommunikation und Web Entwicklung. Des Weiteren bringen sie Fachwissen in den Bereichen Softwareentwicklung und Usability mit. So kann das Gründerteam die Probleme ihrer Zielgruppe nachvollziehen. „Unser Fokus liegt auf der nutzerzentrierten Entwicklung von Projekten, dadurch unterscheiden wir uns von der Konkurrenz“, so die Gründer.

Eine bewusste Entscheidung gegen Fremdkapital

Ihr Startup haben die Vier bisher in kompletter Eigenfinanzierung aufgezogen. Das Team hat sich entschieden, organisch zu wachsen, auch wenn das Wachstum langsamer vonstatten geht als mit einer externen Finanzspritze. Die Entwicklung der eignen Produkte wird durch Kundenprojekte finanziert. Das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt – nach drei Jahren trägt sich das Unternehmen auch ohne Investoren.

„Wir haben uns bewusst gegen Fremdkapital entschieden, um unabhängig von Geldgebern entscheiden zu können. Natürlich dauert es dann etwas länger, bis man die finanziellen Ressourcen erwirtschaftet, um z. B. in Marketing oder Produktentwicklung investieren zu können, aber wir sind dadurch auch freier, eigene Ziele und Strategien zu verfolgen.“

Für BOS Connect selbst war das richtige Timing eines der größten Herausforderungen im Aufbau des eigenen Unternehmens. Wann schickt man welche Neuigkeiten an Presse und Kunden? Wann wagt man den Sprung, sein Team zu vergrößern und weitere Mitarbeiter einzustellen? Wann investiert man in neue Produkte? „Es müssen ständig Nutzen und Risiko abgewogen werden. Hier die richtige Balance zu finden, war für uns nicht immer einfach.“, so Julia Stäbler. Wie bei jedem anderen Startup, hat auch bei BOS Connect nicht immer alles auf Anhieb geklappt. Zu Beginn der Unternehmenslaufbahn wurde z. B. sehr schnell in einen Messe-Auftritt investiert, der sich im Nachhinein als nur wenig nützlich erwiesen hat. Hier würde das Team heute vorab erst einmal genau prüfen, ob die eigene Zielgruppe und vor allem die entsprechenden Entscheider vor Ort vertreten sind.

Mit der Teilnahme am Elevator Pitch BW wollten Julia, Gero, Sascha und Michael testen, ob sie es schaffen, ihre Idee innerhalb von 3 Minuten verständlich, mitreißend und auch noch überzeugend vor Jury und Publikum zu präsentieren.

„So ein Pitch zeigt dann schon recht deutlich, wie gut durchdacht die Gründungsidee ist und ob es dafür tatsächlich einen Markt und einen Bedarf gibt. Und das ist in einer frühen Phase im Unternehmen oder auch in der Gründungsentscheidung sehr wichtig.“

, meint das Team.

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Gero Nicklas und Julia Stäbler präsentieren ihre Geschäftsidee in voller Montur auf der Bühne der Hochschule Schwäbisch Gmünd. (Quelle: Elevator Pitch BW 2014/2015)

Das hat einwandfrei geklappt – BOS Connect konnte sich damals beim Regional Cup Ostwürttemberg in Schwäbisch Gmünd im Jahr 2014 den ersten Platz auf dem Treppchen sichern. Die erhöhte Aufmerksamkeit in der Region bei der Presse und potenziellen Kunden war laut Stäbler außerdem extrem hilfreich.

Derzeit expandiert BOS Connect weiter und sucht Verstärkung, u. a. im Bereich Web Development, um zügig zu wachsen und die Stellung als relevanter Player im Markt weiter auszubauen. Neben dem Hauptprodukt BOS Funkfeuer hat das Team mittlerweile sein Portfolio um das Produkt BOS Cam, Unterstützung für die Lagefeststellung bei Gefahrenguteinsätzen,   erweitert. So können Hilfseinsätze weiter unterstützt und vereinfacht werden. Das Team verfolgt die Vision, Helfern zu helfen! Wir wünschen BOS Connect und ihrem Unternehmen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Gewinner Elevator Pitch BW #2 in Schwäbisch Gmünd – BOS Connect GmbH im Landesfinale

Weiter ging es am 16. Oktober 2014 mit dem zweiten regionalen Vorentscheid des Elevator Pitch BW in Schwäbisch Gmünd! Sieben Gründerinnen und Gründer aus der Region haben sich in den Aufzug gewagt und mit ihrer Geschäftsidee um den Regional Cup Ostwürttemberg gepitcht. Das Team der BOS Connect GmbH hat das Rennen gemacht und den 1. Platz ergattert. Das Startup aus Schwäbisch Gmünd konnte die Jury mit ihrer Software für die Organisation von freiwilligen Feuerwehr-Helfern überzeugen.

Der Regional Cup Ostwürttemberg fand zusammen mit der IHK Ostwürttemberg, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, der Handwerkskammer Ulm, dem Innovationszentrum der Hochschule Aalen und Pegasus an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd statt. Folgende Gründerteams bekamen die Gelegenheit, die Jury und das Publikum von ihrer Geschäftsidee mit einem kreativen und überzeugenden Elevator Pitch zu begeistern:

  1. Alterhase – Marke für gebrauchte und nicht verbrauchte Ware
  2. BOS Connect GmbH
  3. Geländetaugliches Panoramafahrzeug mit Elektroantrieb
  4. Handwrk
  5. Meerjungfrauen-Club
  6. SERIKAT
  7. SmartLight

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Das Team der Fürsties GmbH musste seine Teilnahme leider krankheitsbedingt absagen.

Die Teilnehmer wurden von einer ausgewählten Jury anhand folgender Kriterien bewertet:

  • Präsentation (50 %): Rhetorik/Persönlichkeit(en), Inhalt des Vortrags, zeitlicher Rahmen
  • Geschäftsmodell (50 %): Konzeption/Geschäftsmodell, Kundennutzen/Marktrelevanz, Skalierbarkeit

Die Jury bestand aus Vertretern folgender Institutionen/Unternehmen:

  • Oksana Rudt, ifex – Initiative für Existenzgründungen und  Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft
  • Prof. Gerhard Reichert, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
  • Markus Schmid, IHK Ostwürttemberg
  • Dr. Stefan Rössler, HWK Ulm
  • Gerhard Subek, Innovationszentrum an der Hochschule Aalen
  • Andreas Götz, Kreissparkasse Ostalb
  • Guntran Leibinger, Volksbank Schwäbisch Gmünd
  • Bernd Richter, Richter Lighting Technologies GmbH

Folgende Teams konnten die Jury mit ihrer Geschäftsidee überzeugen:

1. Platz: BOS Connect GmbH
Den ersten Preis hat die Geschäftsidee BOS Connect GmbH aus Schwäbisch Gmünd gewonnen. Die BOS Connect GmbH befasst sich mit der fundierten Analyse der Personalsituation in freiwilligen Helferorganisationen und mit der Entwicklung von Maßnahmenpaketen zur Personalverfügbarkeit und somit zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft. Das Team besteht aus Julia Stäbler (Interaktionsgestalterin), Gero Nicklas (Geschäftsführer), Sascha Bollin (Gründer & Geschäftsführer) und Michael Fritz (Entwickler). Der Sieger des Regional Cups erhält ein Preisgeld von 500 Euro und qualifiziert sich zudem für das Landesfinale.

2. Platz: Geländetaugliches Panoramafahrzeug mit Elektroantrieb
Den zweiten Platz (300 Euro) hat die Geschäftsidee Geländetaugliches Panoramafahrzeug mit Elektroantrieb aus Schwäbisch Gmünd gewonnen. Hierbei geht es um die Entwicklung eines geländetauglichen Panoramafahrzeugs mit Elektroantrieb für die Tourismuswirtschaft. Damit können insbesondere bergige und landschaftlich attraktive Regionen für den Individualverkehr durch Schaffung einer neuen Erlebnisattraktion erschlossen werden.

3. Platz: Handwrk
Den dritten Platz (200 Euro) hat die Geschäftsidee Handwrk aus Schwäbisch Gmünd gewonnen, präsentiert durch Daniel Kientz. Handwerker haben oftmals keine Zeit und kein technisches Wissen, um eine Webseite zu erstellen. Handwrk.de ermöglicht es Handwerkern,  eine mobilfähige One-Page-Webseite in sehr kurzer Zeit zu erstellen und so für die Kundschaft auch im Internet präsent und leicht auffindbar zu sein.

Zum “Publikumsliebling” haben die Zuschauer die Geschäftsidee SERIKAT aus Aalen gewählt. SERIKAT führt über eine Online-Plattform regionale Handwerker mit Gestaltern/Designern zusammen, um den Kontakt zu erleichtern. Kunden können die aus diesen Kooperationen entstandenen Produkte unkompliziert im Onlineshop erwerben und mit dem Kauf das heimische Handwerk stärken. Das Team erhält so noch einmal die Gelegenheit, sich für das Landesfinale im Sommer 2015 zu qualifizieren.

Wir gratulieren allen Platzierten und besonders dem Team der BOS Connect GmbH ganz herzlich, das mit ihrer Geschäftsidee direkt in das große Landesfinale eingezogen ist!

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Wir drücken auch allen anderen Teams weiterhin die Daumen und wünschen für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen viel Erfolg!

Die Bilder zum Event sind ab sofort auf flickr zu finden und unter Angabe der Quelle (Elevator Pitch BW 2014/2015) unter Creative Commons weiter verwendbar. Die Pitch-Videos sind außerdem auf unserem YouTube Channel abrufbar.

Weiter geht es schon kommende Woche mit dem dritten Vorentscheid am 23.10.2014 an der HfWU in Nürtingen. Wir freuen uns drauf :-)!

Die Finalisten des Elevator Pitch BW am 16.10.2014 in Schwäbisch Gmünd stehen fest

Seit Donnerstag, 09. Oktober, 18:00 Uhr, steht es fest: Die Bewerbungsfrist und das Online-Voting des Regional Cup Ostwürttemberg ist beendet! Herzlichen Glückwunsch an die acht Bewerber – Ihr seid in den Top 10 und dürft nächsten Donnerstag gegeneinander antreten:

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Die Teilnehmer erhalten von uns so schnell wie möglich alle relevanten Informationen zum Wettbewerb per Mail zugeschickt.
 
Der Regional Cup Ostwürttemberg ist eine offene Veranstaltung. Neben den ersten drei Plätzen wird außerdem noch eine Wildcard an ein Gründerteam verteilt, das durch das Publikums bestimmt wird. Der „Publikumsliebling“ hat die Chance, sich doch noch für das Landesfinale zu qualifizieren.

Wir freuen uns also auch über alle Zuschauer und Pressevertreter, die beim Wettbewerb gerne live mit dabei sein möchten. Der Wettbewerb findet ab 16:00 Uhr an folgender Veranstaltungslocation statt:

Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Großer Saal im Neubau der HfG am Bahnhof (rechtes Gebäude)
Bahnhofplatz 7
73525 Schwäbisch Gmünd

Programmablauf:
16:00 Uhr:        Begrüßung
16:15 Uhr:        „Elevator Pitch BW – Regional Cup Ostwürttemberg“: acht Teams präsentieren ihre Geschäftsidee vor Jury und Publikum innerhalb von drei Minuten ohne technische Hilfsmittel (Elevator Pitch)
17:45: Uhr:       Pause
18:15 Uhr:        Preisverleihung der ersten drei Plätze und des Publikumslieblings
18:45 Uhr:       Get-together

Im Blogpost des Regional Cup Ostwürttemberg findet ihr weitere Hintergrundinformationen zur Auftaktveranstaltung.