Tipps für einen guten Elevator Pitch

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Im Mittelpunkt unserer Eventreihe Elevator Pitch BW steht die strukturierte Kurzvorstellung Eurer Geschäftsidee, der so genannte Elevator Pitch. Dieser ist ein wichtiges Element, um Zuhörer, vor allem auch potenzielle Investoren, von Eurer Idee zu überzeugen.

Normalerweise ist ein Elevator Pitch zwischen 30 Sekunden und fünf Minuten lang, je nach Veranstaltung kann dies auch variieren. Wir lassen unsere Teilnehmer in kurzen, prägnanten drei Minuten pitchen, mit einer anschließenden dreiminütigen Fragerunde. Das bietet den Teilnehmern verbunden mit der vorgeschalteten Voting-Phase eine gute Plattform, um ihre Ideen, Produkte und Services bei einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Struktur ist das A und O

Eure Geschäftsidee sollte im ersten Schritt bereits ausreichend durchdacht sein, um diese einem größeren Publikum vorzustellen. Das Feedback aus Eurem Umfeld ist dafür Gold wert! Sprecht mit Bekannten, Freunden und vor allem erfahrenen Leuten aus der betreffenden Branche über eure Idee. Diese bringen meist noch einmal neue Ansatzpunkte und einen frischen Blick mit. Besonders kritische Fragen bringen Euch für das Auffinden von Schwachstellen und Problemen weiter, an die ihr vorher vielleicht nicht gedacht hattet.

Anschließend solltet ihr Euren Pitch strukturiert ausarbeiten. Die Fragen nach dem Was, Wer, Warum und Wie könnt ihr dabei als Anhaltspunkte zur Strukturierung nutzen. Habt außerdem immer im Blick, wer Euer Publikum (Zielgruppe) ist und passt Eure Sprache und Inhalte entsprechend an. Falls ihr mit Power Point präsentieren solltet, dann beschränkt Euch pro Slide auf die essenziellen und prägnanten Infos und bereitet nicht mehr als 10 Folien vor. Die besten Pitches sind übrigens meist die, die ohne PPT-Präsentation vorgetragen werden. Gut, dass wir beim Elevator Pitch BW ohne Power Point pitchen lassen!

Antworten auf die Fragen nach dem Was, Wer, Warum und Wie?

Aber wie antwortet ihr nun auf die vier W-Fragen? Im Folgenden findet ihr dazu ein paar Anhaltspunkte. Hier ist gutes Storytelling gefragt, mit dem ihr die Zuhörer in Euren Bann ziehen könnt. Eine personalisierte Geschichte mit der Problem- und der darauffolgenden Lösungsdarstellung sind Gold wert. Wichtig: Fangt immer erst mit der Problembeschreibung an, niemals direkt mit der Lösung und beschreibt beides zum besseren Verständnis so einfach wie möglich!

Was ist der Nutzen Eurer Geschäftsidee für potenzielle Kunden? Welches Problem löst Euer Produkt oder Service konkret? Gibt es bereits Feedback von ersten Produkt- oder Service-Testern? Warum ist Euer Produkt außerdem besser als das Eurer Wettbewerber (Stichwort: Alleinstellungsmerkmal)?

Wer steckt als Team hinter Eurer Geschäftsidee? Welche Kenntnisse und Erfahrungen bringt ihr mit? Glaubt ihr an die Geschäftsidee, auch wenn ihr eventuell in der Anfangszeit noch nicht viel Geld damit verdienen werdet, ihr dafür aber viel Zeit, Geduld und Arbeitskraft investieren müsst?

Warum möchtet ihr Eure Idee umsetzen? Was möchtet ihr damit erreichen? Die Lösung eines dringenden Problems, um die Welt ein Stück besser zu machen oder eher, um viel Geld zu verdienen?

Wie sieht Euer Geschäftsmodell aus? Wie viel Startkapital benötigt ihr für die Umsetzung? Habt ihr ggf. bereits erste Umsätze? Falls ihr schon einen Prototyp habt, dann bringt diesen falls möglich direkt zum Pitch mit oder zeigt Fotos davon.

Übung macht den Meister

Sicherlich werdet ihr vor und während des Pitches aufgeregt sein. Lernt Euren Pitch aber keinesfalls auswendig. Geht strukturiert vor, lasst aber auch genügend Freiraum für Improvisation. Einfache, prägnante und verständliche Sätze sind dafür am besten geeignet. Achtet außerdem auf Eure Körpersprache: Eine gerade Haltung, überzeugende Gestik und die Hände aus den Hosentaschen sind ein Muss! Je öfter ihr außerdem Eure Geschäftsidee präsentiert, desto sicherer werdet ihr und desto souveräner tretet ihr von Mal zu Mal auf. Übung macht den Meister!

Nach dem Pitch solltet ihr außerdem auf die oftmals stattfindende Fragerunde vorbereitet sein. Je nach Situation beträgt diese ein paar Minuten. Bei persönlichen Investoren-Gesprächen können es aber auch mal zwei Stunden oder mehr werden. Bereitet Euch gut auf die Fragerunde vor und versucht die Informationen, die ihr im Pitch nicht unterbringen konntet, hier einzubinden.

Und das Wichtigste zum Schluss: Kein Pitch ist wie der andere und es gibt auch kein Allgemeinrezept, da Inhalte und Umsetzung auch immer von der vortragenden Person und deren Präsentationsstärken abhängen. Allgemein sollten nicht mehr als zwei Leute eine Idee zusammen pitchen, um zu viel Komplexität für das Publikum zu vermeiden.

Bereitet Euch gut auf den Pitch vor und gebt einfach Euer Bestes!